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Wie Düfte unser Leben verändern

Gehörst du mittlerweile auch zu den Riechenden? Also zu denen, die mit offener Nase durchs Leben gehen? Und hast du dein privates Umfeld mal genauer erschnüffelt? Machst du ab und zu eine Duftkerze an, verteilst Raumspray oder hast einen Diffuser aufgestellt? Oder reicht dir einfach nur frische Luft, wenn gelüftet wird? Alles ist Geschmackssache.

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Doch sobald wir unser Zuhause verlassen, sind wir Gerüchen ausgesetzt, die wir kaum beeinflussen können. Denn es gibt keinen duftfreien Raum – nirgendwo. Selbst dort, wo wir vermeintlich nichts riechen, sind Duftmoleküle unterwegs. Und nur durch eine geringfügige Veränderung des Duftprofils in einem Raum wird eine andere Gesamtstimmung erzielt. Was können Düfte mit uns anstellen und wie lassen sie sich sinnvoll einsetzen?


Einige Duftmoleküle haben einen unmittelbaren Effekt auf den menschlichen Körper. Düfte können uns wach halten und unsere Konzentration fördern oder sie können uns, wie zum Beispiel Lavendel, beruhigen. Wenn wir in der Küche mit einer Chilischote arbeiten, brennt oder sticht es uns in Nase und Augen. Allein der Geruch von Chili aktiviert die Areale im Gehirn, die uns das Gefühl geben, dass wir es mit etwas Beißendem und Scharfem zu tun haben. Probanden, denen wir einen künstlichen Chiligeruch zum Riechen gaben, beschrieben ein Gefühl, dass es in der Nase brenne und steche, obwohl dies eigentlich gar nicht sein konnte. Ähnlich geht es uns mit Pfeffer und Ingwergeruch.


Chili hat zudem die Besonderheit, dass allein der Geruch uns das Gefühl einer Wärme vermittelt, die es de facto gar nicht gibt. Der Geruch von Chili suggeriert uns eine – gefühlte – Temperatur von 30 Grad Celsius. Dass uns Chili zum Schwitzen bringt, kennt jeder, der gerne

richtig scharf isst.


Der Geruch von Pfefferminz hat eine gegenteilige Wirkung auf unseren Körper. Wenn wir Pfefferminzgeruch in der Nase haben, wird uns eine Temperatur von etwa 15 Grad Celsius suggeriert, da Pfefferminz die Kälterezeptoren in der Nase aktiviert. Man kennt die kühlende Wirkung eines Pfefferminzbonbons. Beim Lutschen erscheint einem die Luft in der Nase frischer. Man bekommt den Eindruck, dass die Nase weiter wird. In Wirklichkeit ändert sich der Nasenquerschnitt kaum oder gar nicht. Was sich ändert, ist das Gefühl in der Nase, was daran liegt, dass wir luftempfindlich sind und glauben, dass die Nase offener und freier sei, und die Kühle eben spürbar ist im Vergleich zu der normalen Luft, die den Trigeminusnerv

nicht reizt.

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