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Wenn die Sehnsucht nach Likes dein Leben bestimmt

Wir sind alle von dem Drang getrieben, etwas darzustellen. Bewusst oder unbewusst möchten wir leuchten, glänzen, bedeutsam sein. Und es gibt Menschen, die wir bewundern. Denen wir nacheifern, bei denen wir den Wunsch verspüren, ein wenig zu sein wie sie. Sei es die Freundin, die es mühelos schafft, die Aufmerksamkeit aller auf sich zu ziehen, weil sie immer makellos aussieht. Die Kollegin die in vielem so viel besser ist als wir selbst. All diese Menschen wecken Sehnsüchte in uns. Das ist keine Modeerscheinung - es war schon immer so. Spätestens mit der heutigen App Instagram wurde das Zeitalter der offensiven Selbstdarstellung eingeläutet. Der alltägliche Versuch zu glänzen, verlegte sich auf die digitale Plattform.

PURE! Das digitale Magazin: Wenn die Sehnsucht nach Likes dein Leben bestimmt

Wir sehnen uns danach, dass Fremde uns mit ihren Likes und Kommentaren das Gefühl geben, besonders zu sein. Und die Menschen, die wir früher in der Realität kennenlernten und schätzten, sind heute die Influencerinnen, denen wir folgen. Obwohl wir sie nie treffen, schauen wir ihnen beim Zähneputzen zu, beim Sonnenbaden auf den Bermudas, wir kennen die Namen ihrer Freunde, ihrer Kinder und haben das Gefühl, Teil ihres Alltags zu sein. Ohne zu hinterfragen, ob wir ihnen wirklich nacheifern sollten. Früher gab es Prominente, die wir bewunderten. Aber dem Leben in diesem Ausmaß nachzueifern war undenkbar. Schon gar nicht war es möglich, das Leben des Mädchens nebenan auszuspionieren: Im Jahr 2020 ist es das. Wir sind alle zu Followern mutiert!


Warum verbringen wir so viel Zeit auf Instagram?

Instagram-Aktivitäten können zum Beispiel mit einer Vorliebe für Zigarette verglichen werden. Die eine Angewohnheit schadet der Seele. Die andere dem Körper. Shirley Cramer, die Geschäftsführerin der Royal Society for Public Health, sieht ebenfalls Parallelen: "Die sozialen Medien wurden bereits als noch süchtig machender beschrieben als Zigaretten und Alkohol, und sie sind inzwischen so im Leben der jungen Leute verankert, dass man ihre Wirkungen auf die mentale Gesundheit der Jugendlichen nicht mehr länger ignorieren kann."


Meine Beziehung mit Instagram

Die Beziehung mit Instagram ist vergleichbar mit einer toxischen Liebesbeziehung, von der man weiß, dass sie der Seele schadet, aber nicht in der Lage ist, sie zu beenden. Junge Mädchen leiden an Depressionen, Beklemmung, Essstörungen und Kaufsucht. Die Ursache: Instagram. Und das sind keine Einzelfälle. Leider. Die britische Gesundheitsorganisation hat zusammen mit dem Young Health Movement herausgefunden, dass Instagram bei Studienteilnehmern zu vermindertem Selbstwertgefühl, zu einer negativen Körper-wahrnehmung und sogar depressiven Verstimmungen führten. Zudem wird das Gefühl verstärkt, im Leben etwas zu verpassen. Ende 2016 machte die US-Sängerin Selena Gomez ihre Instagram-Sucht öffentlich. Zu diesem Zeitpunkt folgten ihr einhundert Millionen Menschen - glücklich machte das die Sängerin nicht. Sie nahm sich eine Auszeit, ging in dreimonatige Therapie. Heute postet sie wieder unregelmäßiger als vor ihrer Therapie. Und sie folgt nur noch 63 Personen. Eine Studie des Rasierherstellers Gilette Venus zeigt. 65 Prozent der Frauen fühlen sich durch Schönheitsideale der sozialen Medien unter Druck gesetzt.


Werde zum Influencer deines eigenen Lebens

Wir alle werden heutzutage mit Bildern von einem scheinbar perfekten Leben unter Druck gesetzt - von einer glamourösen Welt, die in der Realität eine Farce ist. Hör auf, die selbst zu inszenieren und dir das vermeintlich perfekte Leben der anderen anzuschauen. Dein Leben steckt voller realer Momente und ist reich an Magie. Gerade in jungen Jahren solltest du nach der großen Liebe Ausschau halten, echte Freundinnen gewinnen und Erinnerungen schaffen, die so schön sind, dass sie dich mit anderen versöhnen. Werde zur Schatzsucherin. Deine Beute: Momente, die nachhaltig dein Herz berühren. Umgeben von Menschen, die du liebst und die dich lieben.

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