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Perfekt zum Abnehmen: Die 6 besten Alternativen zu Weizenmehl!

Bei Weizen, Roggen und Dinkel ist lange nicht Schluss: Mehle lassen sich auch aus Saaten, Hülsenfrüchten und Nüssen gewinnen. Sie besitzen jeweils einen eigenen Charakter und spezielle Qualitäten, die man schätzt, wenn man sie kennt.


"Jetzt sind die jungen Leute vollkommen verrückt geworden!", wäre meiner Oma vielleicht über die Lippen gekommen, wenn man ihr das gute weiße Mehl weggenommen und durch Kokos-, Lein- oder Kichererbsenmehl ersetzt hätte. Schließlich stammte sie noch aus einer Generation, für die das Weizenauszugsmehl als Luxus galt. Doch das Rad der Zeit hat sich weitergedreht und das aus gutem Grund: Sie sind die neuen Pioniere für eine gesunde und bewusste Ernährung. Die alternativen Mehlsorten verfügen über reichlich Proteine, Eiweiße und Ballaststoffe. Sie sind bei Weizenskeptikern und Betroffenen von Glutenunverträglichkeit oder wer der Low Carb Ernährung angehört, von großer Beliebtheit.

Wer weiß, vielleicht hätte auch Oma sich noch von diesen Mehlen überzeugen lassen, denn damit lässt sich – sofern man einige Regeln befolgt – nicht nur gut backen. Sie sind vielseitig einsetzbar, zum Beispiel in Smoothies, Milchshakes, im Müsli oder Joghurt. Auch als Panade um Tofu, Gemüse, Fisch oder Fleisch, eigenen sie sich hervorragend. Die Spezialmehle können wie Getreidemehle verwendet werden, nur muss man hierbei beachten, dass sie ein anderes Volumen und kein Gluten (Klebeeiweiß) haben. Das heißt: Man kann die100 pro-zentige Menge nicht einfach 1:1 übernehmen.


Wie entsteht ein Spezialmehl?

Kokos-, Kürbiskern-, Mandel-, Haselnuss- und andere Mehle, werden aus gemahlenen Hülsenfrüchten, Satten oder Nüsse gewonnen. Viele aus Presskuchen, der bei der Ölgewinnung entsteht. Durch eine schonende Kaltpressung bleiben im Presskuchen die wichtigen Inhaltsstoffe erhalten und er enthält weniger Fett. Der Presskuchen wird anschließend vermahlen. Wenn beispielsweise aus Kürbiskernen Öl gewonnen wird, bleibt eine Masse übrig, die nur noch 12 Prozent Fett enthält, dafür aber bis zu 45 Prozent Eiweiß und rund 15 Prozent Ballaststoffe. Dementsprechend ist auch die Zusammensetzung des späteren Mehls.


Wie kommt es , dass Mandelmehl nicht immer verfügbar ist?

Es ist nur so viel Mehl da, wie Öl gepresst und verkauft wird. Kokos- und auch Leinmehl sind in der Regel ausreichend vorhanden, weil das Öl aus diesen Rohstoffen stark nachgefragt wird. Bei Mandelmehl ist das anders: Zum Beispiel in der Vorweihnachtszeit wird Mandelmehl stärker eingesetzt, als Mandelöl.


Hülsenfrüchte liegen im Trend

Hülsenfrüchte (Erbsen, Linsen, Bohnen) enthalten etwa ebenso viel Eiweiß wie Fleisch oder Fisch (so um die 20 %), nur dass es eben pflanzlicher Natur ist. Außerdem liefern sie wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Zink und natürlich viele Ballaststoffe. Mehle, die aus Hülsenfrüchten wie: Kichererbsen, Linsen, Bohnen, Soja und Lupinen gewonnen werden, sind eine besonders gute Eiweißquelle bei einer fleischarmen oder vegetarischen Ernährung.

Vor allem die Produkte des Bio-Pionier Rapunzel sind hier sehr beliebt. Aus Lupinen- oder Kichererbsenmehl lässt sich sogar eine Art Tofu herstellen. Das kommt denen entgegen, die auf Soja verzichten möchten.


Die Proteinreichsten


Hanfmehl

Mit seinem hohen Gehalt an Protein ist es vor allem bei sportlich Aktiven beliebt, die damit unter anderem Shakes, Müslis und Smoothies anreichern.


Kürbiskernmehl

Ist Spitzenreiter, was den Eiweißanteil angeht. Schmeckt dank seines nussigen Aromas außerdem auch noch fein, z. B. in süßem Gebäck.


Leinmehl

Dank des neutralen Geschmacks optimal zum Andicken von Saucen und Suppen geeignet. Auch für Brote super, da es gute Backeigenschaften aufweist.


Linsenmehl

Durch sein leicht süßes Aroma eine gute Zutat für Süßgebäck. Es kann allerdings auch in herzhaften Speisen wie Quiches eingesetzt werden.


Lupinenmehl

Das Erzeugnis aus der heimischen Leguminose sorgt für feinporiges Gebäck. Es besitzt eine gute Quellfähigkeit und kann Eier ersetzen.


Mandelmehl

Ist mit 12 Prozent Fett längst nicht so gehaltvoll wie Mandeln, dafür umso eiweißreicher. In Rezepten für Kekse kann es Mehl komplett ersetzen. In Hefeteigrezepten bis zu 25 %. Mandelmehl hat ein größeres Volumen als Weizenmehl. 80 g Mandelmehl ersetzen 100 g Weizenmehl.

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