Weihnachtswünsche

Weihnachten steht vor der Türe und wer an diesen Tagen abends, oder am Wochenende einen Abstecher in die Stadt wagt, wird dort von hektischen Menschen auf verzweifelter Geschenksuche förmlich erschlagen. Da geht sie hin die besinnliche Weihnachtszeit, stattdessen versinken wir im Stress.

Weihnachten ist ein Fest der Erwartungen geworden. Wir pressen uns für ein paar Tage in ursprüngliche Familienstrukturen, suchen Geschenke, damit wir etwas zum Verschenken haben und wer alleine ist, erträgt die Einsamkeit an diesen Tagen nur schwer. Man kann behaupten, Weihnachten ist eine Herausforderung. Und dann sind da noch die Kinder, die es kaum erwarten können, für die alles magisch zu sein scheint und die jeden Tag begeistert zählen, bis es endlich so weit ist. Dieses Fest zeigt uns sehr deutlich unsere wunden Punkte, unsere Sorgen, unsere Hoffnungen, unsere Sehnsüchte und was wir uns wirklich wünschen.


Und gerade das Wünschen ist es, was Weihnachten seinen ganz besonderen Zauber verleiht und dem sich auch die Erwachsenen nicht verschließen können. Doch anstatt durch die Straßen zu hetzen und Geschenke für unsere Lieben zu konsumieren, könnten wir gerade das Wünschen zum Mittelpunkt in dieser Zeit machen. Wir kennen sie alle, die Standartfrage „Was wünscht du dir zu Weihnachten?“, und wer clever ist, hat sich bereits vorbereitet und eine Liste dafür geschrieben. Doch was wäre, wenn wir weiter fragen würden? Wenn wir es uns zum Ziel machen würden, herauszufinden, was sich diese Person wirklich wünscht? Vielleicht können wir ihr diesen Wunsch nicht erfüllen, aber wir haben uns ehrlich interessiert! Nebenbei, wer weiß, was für Prozesse angestoßen werden können, durch solche Gespräche.

Die wenigstens Menschen werden dauerhaft glücklich sein, nur weil sie eine tolle neue Tasche bekommen haben, oder eine Uhr. In Wahrheit sehnen wir uns nach Nähe, nach Liebe, nach Abenteuern oder Ruhezeiten, nach Gesundheit und Wohlbefinden, nach Spaß und Inspiration und danach tief im Herzen berührt zu werden.


Wie wäre es wohl wir würden Weihnachten zu einem Fest machen, an dem wir uns wahrlich für unsere Lieben interessieren? Wenn wir präsent sind, nachfragen, eintauchen in die Sehnsüchte anderer und uns darüber austauschen? Was wäre wenn wir Weihnachten zu einem Fest machen, bei dem wir es wagen, uns wirklich zu begegnen?


Verena.

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