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Warum lieben wir uns nicht mehr?

Viele getrennte Paare behaupten, dass sie nicht mehr ineinander verliebt seien. Aber Beziehungen fallen natürlich nicht einfach so auseinander. Hinter dem Zusammenbruch einer Beziehung stecken meist ganz andere Gründe.


Manche Beziehungen sind einfach fantastisch, federleicht und felsenfest zugleich, tiefe Liebe und Verbundenheit, das Leben, die Vorstellungen und Träume geteilt. Andere Beziehungen sind ein jahrelanger Albtraum. Der Partner ein Alkoholiker, sitzt da, seit drei Wochen ungeduscht, am Frühstückstisch und das alles vor den Kindern. Es hagelt Schläge und Beschimpfungen. Wieder andere Beziehungen liegen dazwischen. Einiges läuft gut und anderes schlecht. Vielleicht ein leises Leiden, seit vielen Jahren. Vielleicht kommt es häufig zum Streit und dazwischen herrscht Waffenstillstand. Oder die Sehnsucht nach mehr Gefühl und mehr Abenteuer, nach einem neuen Leben. Einige Dinge werden dir bestimmt bekannt vorkommen. Wir geben dir hilfreiche Anregungen, wie du deine Beziehung retten kannst.

1. Du entsprichst den Bedürfnissen deines Partners nicht mehr

Am Anfang der Beziehung war es der Blick durch die rosarote Brille. Du warst von den Wesenszügen deines Partners total angezogen. Einfach hin und weg. Aber im Laufe der Zeit wurden die Bedürfnisse zunehmend weniger erfüllt. Zum Beispiel kann dein Mann sich nicht länger von dir angezogen fühlen. Du könntest auf der anderen Seite beispielsweise fürchten, dass dein Mann dich nicht mehr unterstützt. Oder die Charakterzüge, die euch früher so sehr angezogen haben, sind nun zur unerträglichen Marotte geworden. Inzwischen denkt er, du bist zu laut und flirtest zu häufig mit Freunden.

Vorschlag: Wenn wir unsere Wünsche, Träume und Bedürfnisse nicht kommunizieren oder teilen können, kann dies der Beziehung dauerhaft schaden. Fragt euch, wie ihr euch gegenseitig dabei helfen könnt, einander begehrenswert und geliebt zu fühlen.


2. Die Schmetterlinge im Bauch sind verflogen

Im Laufe der Zeit verblasst die Lust, die Aufregung und der Stolz auf den Partner. Die Schmetterlinge in deinem Bauch davongeflogen. Es ist völlig normal, dass sich mit der Zeit Höhen und Tiefen in einer Beziehung einstellen. Nur weil diese frühe Phase unvermeidlich verblasst, glauben viele Paare, dass sie nicht mehr "verliebt" sind. Du blendest die positiven Dinge, die dein Partner für dich tut, aus und konzentrierst dich stattdessen auf das Negative. Wenn du die positiven Dinge, die dein Partner tut, um dein Leben bequem und sinnvoll zu machen, regelmäßig bemerkst und anerkennst, dann zwingst du dein Gehirn, in einen positiveren Zustand der Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber deinem Partner zu wechseln.

Vorschlag: Schreibe eine Liste aller rücksichtsvollen Dinge, die dein Partner in den letzten 24 Stunden getan hat. Vielleicht hat dein Partner das Geschirr gewaschen oder dir während des Tages eine Nachricht geschrieben und sich erkundigt, wie es dir geht.


3. Du vermeidest Konflikte

Gehört ihr auch zu den Paaren, die ihre Gefühle konsequent herunterschlucken, nur weil ihr Angst vor Konflikten habt? Achtung! Das bedeutet, dass sich im Laufe der Zeit Frustration, Schmerzen und Groll aufbauen, die langsam die Liebe und Freude verdrängen, die ihr einst gefühlt habt.

Vorschlag: Ihr müsst für euch Wege finden, wie ihr euch einander mitteilen könnt.

Versuche das Feedback deines Partners als eine Chance zu betrachten, um ein tieferes Verständnis von ihm oder ihr zu gewinnen. Außerdem solltest du sicherstellen, dass auch du deinem Partner mitteilst, wer du bist und was du brauchst. Wenn ihr ehrlich und offen seid, versteht ihr euch nicht nur gegenseitig besser, sondern bildet auch Respekt und findet kreative Lösungen, um euch gegenseitig zu erfüllen.


4. Gewohnheit lässt eine neue Liebe entstehen

Wichtig ist auch, dass Ziele in einer Beziehung gesetzt werden. Denn viele Beziehungen verfallen über die Jahre in einen gewissen Alltagstrott. Tag ein, Tag aus wird nur noch dasselbe gemacht. Die Kinder sind erwachsen und sind eigenständig geworden. Man lebt dabei gemeinsam vor sich hin, weil mein eine gemeinsame Aufgabe verloren hat. Wenn einer der Partner dies erkennt, der andere aber nicht bereit ist etwas zu ändern und dafür aus seiner Komfortzone ausbrechen müsste, kann dies auch zum Ende der Partnerschaft führen.

Vorschlag: Um dem entgegenzuwirken, sollten gemeinsam Ziele gesetzt und der weitere Verlauf der Beziehung geplant werden. Gemeinsame Aktivitäten oder Unternehmungen planen, um wieder ins Gespräch zu kommen. Ein Dinner bei Kerzenschein lässt alte Erinnerungen wecken.


5. Ihr streitet häufig schmerzlich und aggressiv

Ihr wisst nicht, wie ihr zusammenarbeiten könnt und kämpft stattdessen ständig um die Kontrolle? Dann seid ihr in einer hohen Konfliktbeziehung. Oft findet ihr euch schreiend, sagt schmerzliche Kommentare zu und über euren Partner, und werdet manchmal sogar körperlich aggressiv. Ihr fangt an, einander als den Feind zu sehen, und fühlt euch unsicher. Alle Gefühle von Wärme und Zuneigung werden von Gefühlen der Angst, des Zorns und der Scham verdrängt.

Vorschlag: Macht unbedingt einen Termin bei einem ausgebildeten Paartherapeuten, der deinem Partner und dir helfen kann, Regeln der Verpflichtung aufzustellen, um die schmutzigen Grabenkämpfe zu stoppen und stattdessen eure Frustrationen auf eine konstruktive Weise zu teilen und zu lösen.


6. Das sexuelle Bedürfnis

Auch kann das sexuelle Verhältnis zu einem echten Beziehungskiller werden. Vor allem dann, wenn die sexuellen Wünsche und Vorstellungen nicht befriedigt werden oder wenn die Vorstellungen von dem gemeinsamen Sexualleben stark auseinander gehen. Die Folge ist dann, dass andere Sexualpartner gesucht werden, um die eigene Lust zu befriedigen.

Vorschlag: Auch in diesem Bereich solltest du mit deinem Partner sprechen, bevor es zu einem Ende der Beziehung kommt. Gehe auf die eigenen sexuellen Wünsche ein und versuche diese in Einklang mit den Wünschen deines Partners zu bringen. Gerade in diesem Bereich ist eine Kompromissbereitschaft enorm wichtig.

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