Urlaubszeit - Erholung und Arbeit im Gleichgewicht

Das Fundament für Leistungsfähigkeit, Gesundheit und Glück sind der geschickte Umgang mit unserer Energie. Doch wie erholt man sich eigentlich am effektivsten? Wie erkennt man, dass man urlaubsreif ist?

Wer öfter hört: „Ich habe mal wieder eine Urlaub nötig“ sollte das durchaus ernst nehmen. Meist bemerkt das dein Umfeld früher als der Betroffene selbst, dass der Akku leer ist. Bevor sich stufenweise ein Burnout einschleicht, gönne dir Auszeiten.


Besser einen langen Urlaub oder einen Kurztrip?

Um kurze Erholungen und Anspannung abzuwechseln, sind Kurzurlaube die günstigere Variante. Bereits wenige freie Tage sorgen für einen Erholungseffekt, der mehrere Wochen anhält. Auch Kopf-, Rücken- und Bauchschmerzen gehen schon nach wenigen Tagen zurück. Wer langfristig regenerieren will, gönnt sich jeden Tag ein kleines Stück Urlaub. Zum Beispiel ein kurzer Spaziergang, ein Bad nehmen oder Musik hören. Wichtig ist, dass du dir bewusst Zeit für dich nimmst.


Wie gestalte ich den Urlaub erholsam?

Starte gelassen in deine Urlaubspläne. Tatsächlich werden Urlauber nach den ersten Tagen manchmal sogar krank, weil der Alltagsstress zum Freizeitstress wird. Erst wenn wir im Liegestuhl liegen, merken wir wo es zwickt und ziept. Wir nehmen in diesem Moment unser Wohlbefinden ganz anderes wahr. Eine andere Erklärung gibt unser Hormonlevel. Stresshormone können Erreger unterdrücken. Erst in der Entspannungsphase schlägt das Immunsystem zurück – also im Urlaub.


Vielen Menschen hilft Bewegung, um sich zu entspannen – am besten draußen in der Natur. Du kannst ausreichend Sonnenlicht tanken, wodurch die Produktion des Neurotransmitters Serotonin steigt: Wir werden gelassener, ruhiger, zufriedener. Stimuliert durch das Sonnenlicht, gönnt sich der Körper auch eine Extraportion Glückshormone. Nutze die Zeit, um etwas Neues zu lernen oder Dinge zu erledigen, die du aufgeschoben hast.



Bringt Urlaub wirklich Erholung oder ist es einfach nur der pure Stress?

Koffer packen, im Stau stehen und über die Ferienwohnung ärgern. Zeitverschiebung und Klimawechsel können den Körper belasten. Gerade bei einem Flug über mehrere Zeitzonen stellt sich ein Jetlag ein, der über mehrere Tage anhält. Bereite dich auf deinen Urlaub vor und packe deine Koffer frühzeitig. Organisiere deine Reise zum Beispiel zu verkehrsberuhigten Zeiten.



Warum kommen andere Länder mit weniger Urlaub aus?

Mancher argumentiert damit, dass Menschen aufgrund ihrer Meditationskultur gut entspannen können oder sich grundsätzlich mehr mit dem Job identifizieren. Gerade in Japan sehnen sich nur wenige Menschen nach Urlaub.


Beschäftigte in anderen Ländern haben auch nur einen sehr eingeschränkten Urlaubsanspruch – unbezahlt. Viele können ihren Urlaub gar nicht in Anspruch nehmen oder müssen sich die Tage aufsparen, weil es keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt. Der Wunsch nach Urlaub ist zwar gegeben, doch zum Beispiel die Amerikaner stresst bereits der Gedanke an die liegengebliebene Arbeit. Auch die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes hindert daran Urlaub zu machen. Die Strebsamkeit geht so weit, dass es zu einem Karoshi-Phänomen (Tod durch Überarbeitung) kommen kann. Eine Kultur, in der Mitarbeiter geschult werden, um Kollegen zu vertreten, ist vielen gänzlich unbekannt.


Die sechs Bausteine zur Erholung:


  • mentale Erholung: abschalten, ohne an die Arbeit oder bevorstehende Aufgaben zu denken

  • physische Erholung: körperlich zur Ruhe kommen

  • Selbstbestimmtheit: spontan entscheiden was man unternimmt und wie lange man dranbleibt

  • soziale Kontakte: Treffen mit Freunden organisieren. Die Pflege von Beziehungen zu Familienmitgliedern

  • Herausforderung: Neue Sportarten oder Hobbys erlernen. Vergessene Fähigkeiten wiederentdecken

  • erfüllt sein: Setzte dich für einen guten Zweck ein, engagiere dich ehrenamtlich, tu etwas, was du für wertvoll hältst.

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