Trend: Kosmetik aus Gemüseresten

Beim Verarbeiten von Obst und Gemüse entstehen in der Industrie Unmengen an Abfällen. Hüllen, Schalen und Grünzeug werden zumeist entfernt und bleiben übrig.

Diese pflanzlichen Reste werden an Tiere verfüttert oder auch in Biogasanlagen verbraucht. Nun haben Wissenschaftler des Forschungsinstituts PFI Biotechnologie aber noch eine weitere Verwendung entdeckt: in den Resten stecken wertvolle Stoffe, die sowohl in Kosmetik- als auch in Pharma-Produkten verwendet werden können. Die ersten Ergebnisse zeigten bereits, dass das Projekt verwirklicht werden kann. Die Wissenschafter schauen derzeit nach passenden Partnern aus der Industrie.


Apfel, Möhre und Co.


Die Forscher erprobten Pflanzenfasern verschiedenster Obst und Gemüse-Arten und fanden heraus, dass diese drei Nutzpflanzen am besten zu verwerten sind: Äpfel, Möhren und Erbsen. Wichtig sei, dass die Reste der genannten Pflanzen möglichst schnell weiterverarbeitet werden können, davon hänge die Qualität der extrahierten Grundstoffe ab. Hier ist also wichtig, das schnelle Transportwege für die anfallenden Gemüsereste garantiert werden können um die Frische und Wirksamkeit der Inhaltsstoffe aufrecht zu erhalten.



Biogas Produktion am Ende der Kette


Die Forscher prüften dann noch, ob die End-Produkte, die nach der Extraktion der Gemüsefasern für die Kosmetik übrig bleiben noch für eine Verwertung in der Biogas-Produktion geeignet sind. Auch hier gibt es Positives zu berichten: Es wurde nachgewiesen, dass der Ablauf innerhalb der Gasanlage sich nur wenig veränderte. Die Gasproduktion bleibt konstant bei einer hohen Qualität. Besonders gut eigenen sich hier die Abfälle von Erbsen.


Umweltbewusst und gesund


Laut einer Umfrage und Einschätzung eines renommierten Duft und Kosmetikherstellers, kommen Kosmetik-Produkte aus Gemüse bei den Kunden besonders gut an. Die Industrie reagiert darauf mit Kompositionen wie „Fenchel & Rosmarin Shampoo“, „Rote Paprika“ und „Rosa Pfeffer & Kürbis“. Die Verbraucher legen heutzutage zum einen Wert auf natürliche und gesunde Inhaltsstoffe als auch auf Nachhaltigkeit in der Produktion und Umweltschutz.



Vorreiter in der Branche


Junge Unternehmen wie beispielsweise „Hands on Veggies“ oder „Rigana“ bieten bereits eine breite Palette aus frischen Kosmetik-Produkten für Haut und Haare, die Obst oder Gemüse als Inhaltsstoffe haben. Mehr als 95 % der Inhaltsstoffe sind hier natürlichen Ursprungs. Als weitere Bestandteile werden Kräuterextrakte wie beispielsweise Rosmarin, Huflattich und Melisse dazu gegeben werden. Feine Öle wie Rosenöl oder Arganöl runden die Produkte ab. Die Verpackungen sind aus nachhaltigem und recyceltem Zuckerrohr.


Quelle: trendsderzukunft, handsonveggies



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