Time is honey - Die liebe Zeit

Niemals zuvor in der Menschheitsgeschichte waren wir so frei, über Zeit zu entscheiden, wie heute. Und nie waren wir so wenig in der Lage, diese Freiheiten zu unseren Gunsten zu nutzen.

Das Empfinden, nicht mehr über das eigene Leben, den Alltag und die Zeitdynamiken verfügen zu können, erzeugt Gefühle des Hin- und Hergeworfenseins, der Verunsicherung und der Ohnmacht und weckt das Bedürfnis, dagegen etwas tun zu wollen und zu sollen. »Raus aus dem Hamsterrad!«, »Jetzt mal etwas langsamer«, »Lob des Müßiggangs« – so oder so ähnlich lauten die Programme, die Aufbruchstimmung signalisieren wollen und uns auffordern, ihnen zu folgen.


Im Gespräch zu Beginn dieses Buches ist bereits gesagt worden, warum das auf Uhrzeitmanagement eingeschränkte Zeit-management nur mäßig erfolgreich sein kann. Die Welt und die Zeitverhältnisse sind zu vielschichtig, zu widersprüchlich und zu schnelllebig für einfache Lösungen. Es gibt weder einen richtigen noch einen falschen Umgang mit Zeit, und es gibt auch keine Lösungen von Zeitproblemen, die nicht neue Zeit- probleme im Gepäck haben. Deshalb plädieren wir für eine andere Form des Umgangs mit Zeit und dafür, sich zuallererst Übersicht und Orientierung zu verschaffen über das Geflecht der Zeitansprüche, Zeitzwänge und Zeitfreiheiten. Es geht dabei um ein möglichst realistisches Verstehen des real existierenden Zeitlebens – als eines Kompromisses zwischen den wirkmächtigen Instanzen, mit denen wir es zu tun haben. Wer über das anfängliche Interview hinaus noch mehr über unsere Art der Zeitberatung erfahren möchte, den oder die verweisen wir gerne auf den Anhang. Wer sein eigenes Zeithandeln besser verstehen will, Denkanstöße oder Zeitrat für ein zeitsou- veräne(re)s Leben sucht, liest unsere nächste Ausgabe am 11.12.2018



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