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Teezeremonie – die Entdeckung der Achtsamkeit

Heute schon einen Tee-Moment gehabt? Wenn nicht, wird’s dringend Zeit, denn er ist eine Wohltat für Körper & Seele.

"Man trinkt Tee, um den Lärm zu vergessen" – so lautet ein altes Sprichwort des chinesischen Gelehrten T’ien Yiheng. Sein erdendes Image hat das beliebte Getränk bis heute nicht verloren: Während ein "Coffee to go" auf den schnellen Energie-Kick in der Hektik des Großstadtalltags setzt, steht Tee für Muße, Genuss und Lebensqualität. Viele Länder der Welt haben ihre eigene Form der Teezeremonie entwickelt und nutzen diese, um den Fokus auf das Hier und Jetzt zu lenken – in der Gesellschaft von Freunden und Familie oder einfach mit sich selbst.


Teezeremonie – die Entdeckung der Achtsamkeit

Die Teezeremonie ist in ihren asiatischen Ursprungsländern eine Form der inneren Einkehr und Kontemplation. Diese oft sehr ritualisierte Form des gemeinsamen Teetrinkens kann dabei als Form der Meditation betrachtet werden, bei der man den Alltag Abstreifen und sich in Achtsamkeit üben kann.


Traditionell sitzt man kniend auf den Fersen

Geht es nach der Tradition, müssen die Teilnehmer einer Teezeremonie kniend auf den Fersen sitzen und ihren Rücken gerade halten. Seiza heißt diese Sitzhaltung, die entstand, weil es früher in Japan einfach keine Stühle gab. Auf Dauer kann diese Sitzhaltung, besonders für Ungeübte, sehr anstrengend sein. Bei einigen Teezeremonie Seminaren wirst du alternativ Tisch und Stühle vorfinden.


Die innere Ruhe finden

Wenn im Deutschen von Teezeremonie die Rede ist, so ist das streng genommen eigentlich keine korrekte Übersetzung. Die Japaner sprechen entweder von Chanoyu, was nichts anderes als „heißes Wasser für Tee“ bedeutet. Alternativ ist auch vom Chado oder Sado die Rede – und das bedeutet „Weg des Tees“. Die traditionelle Zen-Teezeremonie ist nichts, was sich mal eben so lernen lässt. Sie erfordert jahrelange Übung, sie ist ein ständiger Kreislauf von Wiederholungen, mit meditativem Charakter. Wenn man die Grundbewegungen kann, kommt dieses Gefühl der inneren Ruhe. Aber der Fokus liegt nicht primär eine besonders anspruchsvolle Zeremonie durchzuführen, sondern einfach eine Begegnung mit dem Moment zu schaffen und diesen zu genießen.


Bereits die Zubereitung des Tees lässt sich zu einem kleinen Ritual der Achtsamkeit gestalten, indem man sich ganz auf den Vorgang konzentriert: Wie klingt das Sprudeln des Wasserkochers? Genießt du den Duft des Dampfes, der einem in die Nase steigt – nach Kräutern, Gewürzen, Blättern oder anderen Essenzen. Die kalten Hände umfassen den warmen Becher und schon stellt sich ein Gefühl der Entspannung ein. Wonach schmeckt der erste Schluck? Und wie fühlt sich die Tasse an? Kleine Auszeiten wie diese lassen sich ganz einfach in den Alltag integrieren: am Morgen, um fokussierter in den Tag zu starten, oder am Abend, um abzuschalten. Wir müssen sie uns nur regelmäßig gönnen, einige wenige Minuten, die eine Wohltat für Körper, Geist und Seele sind. Es geht ganz einfach: Handy ausschalten, Tee zubereiten, aufgießen und den Moment genießen – probiere es aus!

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