So wirst du zu einem Slow Traveller

Aktualisiert: 18. Nov. 2021

Einfach mal anders reisen? Von der Planung bis zur eigentlichen Reise, wie geht der neue Reisetrend, der eigentlich schon kein Trend mehr ist...

Nachhaltigkeit und Reisen? Passt das zusammen? Mehr als man vielleicht denkt. Nämlich dann, wenn wir mal weggehen vom klassischen Reisegedanken der Pauschalreise oder dem All-Inklusive Urlaub.


Was heißt denn Slow Travel jetzt genau? Langsam zu reisen. Passt irgendwie nicht zu unserer klassischen Vorstellung von Urlaub. Der erste Gedanke der uns wohl allen in den Kopf schießt: „Ich habe nur 2 Wochen Urlaub, klar will ich da so viel erleben und machen wie es nur geht. Außerdem habe ich schon vor Ewigkeiten einen genauen Plan gemacht was ich alles sehen will.“ Jetzt muss man eine Entscheidung treffen. Bereit zu sein etwas Neues auszuprobieren? Mit Achtsamkeit und Nachhaltigkeit neue Orte und Kulturen zu entdecken?


Glück ist nicht das Ziel der Reise, sondern die Art wie man sie reist. Schon mal bemerkt, dass man meist vor dem Urlaub total gestresst ist? Und dass nicht nur weil man total überarbeitet ist, sondern weil man sich vorher schon total verrückt macht rund um die Planung der bevorstehenden Reise. Was will man unbedingt sehen? Wie viel Zeit hat man an den verschiedenen Orten? Man wälzt die gängigsten Reiseführer und macht sich vielleicht sogar eine Liste was gesehen werden will. Druck schon bevor es überhaupt losgeht.


Los geht´s …


Klar man ist es gewohnt. Der Weg in den Urlaub soll möglichst schnell gehen. Nicht viel Zeit mit der Anreise verplempern. Aber wieso eigentlich nicht? Der Weg kann doch genauso aufregend und schön sein wie der Urlaub selbst? Und bei der Anreise kann man direkt etwas für die Umwelt tun. So eine Zugfahrt ist total umweltfreundlich und gibt einem selbst so die Chance zu erleben wie weit die Strecke in den Urlaub ist. Vielleicht ja auch mal ungeplant an ein oder zwei Stellen aussteigen und einen Ort entdecken, den man gar nicht im Kopf hatte, aber auf den man sich einlässt. Vielleicht auch mal bewusst ohne Ablenkung durch Smartphone, Musik oder Entertainment. Alles passiert so schnell in unserem Alltag – enjoy the silence und sauge auf was du siehst und fühlst.


… und dann erstmal in Ruhe ankommen


Meist braucht man ja so 1-2 Tage um runterzukommen. Alles abzuschütteln und sich auf Entspannung einzustellen. Und wenn du 4-5 Tage brauchst, ist das auch total okay. Nimm dir deine Zeit. Vielleicht ergibt sich in dieser Zeit ja ein Erlebnis oder eine Begegnung mit Menschen, die sich beim Hin- und Her Hetzen zwischen den Sehenswürdigkeiten gar nicht eingestellt hätte.


Frei machen von Erwartungen und Zeitplänen


Zugegeben es ist nicht ganz einfach zu sagen, dass man bewusst mal so ganz ohne Erwartungen verreist und vielleicht den ganzen Urlaub an ein und dem gleichen Ort verbringen wird. Aber insgesamt macht uns genau diese Einstellung zum Slow Traveller. Weg mit der Angst alles verpassen zu können. Achtsam sein und Genießen heißen die Zauberwörter. Vielleicht sind es dann nicht unzählig abgeklapperte Stationen, aber bewusste Begegnungen, Gespräche oder einfach nur das Schlendern und Schauen und Aufsaugen von neuen Eindrücken. Es geht darum nur noch Entscheidungen zu treffen, die für dich gut sind, die dich ankommen, etwas entdecken oder glücklich werden lassen.