Nachhaltige Bodenbeläge für Dein Zuhause!

Aktualisiert: 4. Nov 2019

Manche Bodenbeläge belasten die Umwelt deutlich weniger als andere. Der Blaue Engel, das GUT-, das FSC- und andere Gütesiegel sind gute Hinweise. Ist der Belag langlebig und leicht zu reparieren, noch besser. Zu Hause sind natürlich auch gesundheitliche Aspekte relevant. Gerade beim Entfernen alter Bodenbeläge ist Vorsicht geboten, hier besser zuerst ein Fachunternehmen befragen. Aber auch bei neuen Böden können Schadstoffe aus dem Belag, dem Kleber oder der Oberflächenbehandlung austreten. Oft reicht auch eine klebefreie Montage.

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Linoleum und Kork

Sie sind optisch vielseitig, pflegeleicht, (schall-) isolierend, relativ wasserfest und ökologisch top. Denn sie bestehen größtenteils aus nachwachsenden Rohstoffen (Leinöl,Harze, Jute, Korkeichenrinde), Produktionsreste werden wieder zu Rohstoff, oder sie verrotten. Hochwertiges Linoleum (als Bahnenware, Fliese oder Klickparkett) ist strapazierfähig und langlebig. Massive Korkböden (als Fliesen oder Parkett) kann man abschleifen und neu versiegeln. Kork ist zudem gut recycelbar.

Fazit: Empfehlenswert

Holz

Edel, lang haltbar und gut für das Raumklima sind (unversiegelte) Massivholzdielen und Massivparkett. Je nach Holzart und Oberflächenbehandlungsind sie unterschiedlich strapazierfähig. Einzelne Teile lassen sich austauschen, ein Abschleifen und Neuversiegeln sind möglich. Mehrschichtparkett kann schädliche Bindemittel enthalten. Bereits vor dem Kauf versiegelte Böden ersparen den Einsatz geruchsintensiver Lacke zu Hause. Nachhaltig sind Böden aus zertifiziertem Anbau.

Fazit: Empfehlenswert

Teppichboden

Kuschlig können sie sein, aber auch stinkig. Gehen Sie mal in einen Teppichbodenmarkt. Die teils kritischen Ausdünstungen (etwa aus den Schaumrücken) kommen nicht nur bei Kunstfasern aus Erdöl vor. Tierhaare und Pflanzenfasern können zum Beispiel mit Pestiziden behandelt sein. Bei Wolle sind nicht nur Tierschutz und Produktionsbedingungen ein Thema, sondern auch Transporte und Färbung. Hoher Beanspruchung sind nicht alle Textilböden auf Dauer gewachsen.

Fazit: Bedingt empfehlenswert

Laminat

Wie eine trittfeste Fototapete am Boden kann die Mischung aus Holzwerkstoffen, Dekorpapier und Kunststoffschicht alle Oberflächen imitieren. Weitere Vorteile: Es ist billig, dünn, als Klicksystem leicht selbst zu verlegen und beim Umzug wiederverwendbar. Schadstoffe sind selten, die Holzwerkstoffe können nachhaltig erwirtschaftet sein. Gegen die »gute« Schallübertragung zum Nachbarn hilft eine Dämmung. Je nach Güte ist die Oberfläche unterschiedlich empfindlich.

Fazit: Bedingt empfehlenswert

PVC

PVC ist sicher nichts für das Schlafzimmer, aber in Keller oder Küche immer noch anzutreffen. Bodenbeläge aus PVC sind wasserfest, vielfältig im Design und oft sehr billig, aber gesundheitlich und ökologisch bedenklich. Weichmacher und andere Bestandteile können in die Umwelt gelangen. Die Produktion des Kunststoffs auf Erdölbasis ist problematisch, das Recycling für die Wiederverwendung unökonomisch, und bei der Verbrennung müssen gefährliche Stoffe mit Hightech entfernt werden.

Fazit: nicht empfehlenswert


Unser Buchtipp:

Marcus Franken, Monika Götze

Einfach öko

Besser leben, nachhaltig wohnen! 200 Tipps, die wirklich was bringen

ISBN: 9783865818362

192 Seiten/ 20,00 EUR

Oekom Verlag, www.oekom.de





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