Manager oder Träumer - 5 Reiseplaner-Typen und wie man mit ihnen umgeht

Das muss mit - aber schnell! Jeder zehnte Deutsche verstaut auf den letzten Drücker seine Siebensachen im Koffer.

Doch die meisten Urlauber planen lieber frühzeitig zeigt eine Umfrage. Wir stellen fünf Typen vor, die die Reiseplanung ganz unterschiedlich angehen - und geben Tipps für gelungene Ferien, wenn man mit ihnen verreist.


1. Der Reisemanager: Urlaub vom Reißbrett


Kontrollfreak oder einfach nur gut organisiert: Bei der Urlaubsplanung überlässt der Reisemanager nichts dem Zufall. Nach akribischer Recherche sichert sich dieser Typ frühzeitig Flug und Unterkunft. Spätestens einen Tag vor der Abreise sind Koffer und Co. startklar - so wie bei 74 Prozent der Deutschen, die forsa befragt hat. Auch beim Buchen beweist gut jeder Zweite Reisemanagement- Qualitäten: 52 Prozent haben ihren letzten Urlaub einige Monate im Voraus gebucht. "Früh zu planen und Angebote zu vergleichen, zahlt sich aus", sagt der Reiseexperte Andreas Kohn der InterContinental Hotels Group. "Wer außerdem auf der Hotelwebsite bucht, erhält den besten Preis."


Unser Tipp: Der Reisemanager liebt Alleingänge. Als Urlaubsbegleitung sollten Sie früh ansprechen, was Ihnen wichtig ist und sich entspannt zurücklehnen: Toll, wenn alles läuft!


2. Der Entspannte: Die Koryphäe unter den Reiseplanern


Eine Packliste? Zu umständlich, findet der Entspannte. Dieser Typ geht seine Urlaubsvorbereitungen mit Urvertrauen an: Ist ja noch Zeit! Flug und Unterkunft werden in letzter Minute organisiert, die Sachen am Abreisetag gepackt. Kein Wunder, wenn am Zielort die Urlaubskasse leiden muss - weil Badehose und Co. zu Hause geblieben sind. "Kleinigkeiten wie eine Zahnbürste gibt es an der Hotel- Rezeption", sagt Andreas Kohn von IHG. "Bei aller Entspanntheit ist es jedoch ratsam, vor der Reise die wichtigsten Wege rund um das Hotel, beispielsweise zum nächsten Restaurant oder zur nächsten Busstation, zu kennen." Die forsa-Umfrage zeigt: Last-Minute-Vorbereitungen sind bei den Deutschen die Ausnahme. Nur sieben Prozent haben ihren letzten großen Urlaub erst mehrere Tage vor Abreise gebucht.


Unser Tipp: Sie begleiten den Meister der Entspannung auf seiner Reise? Dann fragen Sie vorab die wichtigsten Dinge ab. Zum Beispiel ob der Reisepass noch gültig ist oder das Flugticket im Handgepäck steckt.


 3. Das Gewohnheitstier: Alle Jahre wieder


Das Gewohnheitstier liebt es auch im Urlaub "so wie immer". Jahr für Jahr fährt es an dieselbe Bucht oder denselben Berg, am besten immer ins gewohnte Hotel. Nur dort und ohne böse Überraschungen kommt dieser Reiseplaner-Typ zur Ruhe. Mehr als jeder vierte Urlauber (28 Prozent) reist nach forsa- Angaben häufig an Orte, die er bereits kennt. Treue, die viele Anbieter mit besonderen Programmen belohnen, so Kohn: "Mitglieder von Treueprogrammen wie etwa dem kostenfreien IHG Rewards Club erhalten den garantiert günstigsten Preis, sammeln Treuepunkte und haben weitere Vorteile wie spätere Check-Out-Zeiten."


Unser Tipp: Lassen Sie dem Gewohnheitstier seine Routinen - aber tricksen Sie! Schlagen Sie zum Beispiel einen Zwischenstopp in einer spannenden Stadt vor, die an der gewohnten Strecke liegt.


4. Der Träumer: Abheben zur Fantasiereise


Vorfreude ist die schönste Freude, denkt sich der Träumer: Lange vor Reisebeginn begibt sich dieser Urlaubsplaner-Typ auf Fantasiereise und malt sich die schönste Zeit des Jahres in den buntesten Farben aus. Helfen können dabei landestypische Musik oder Kochbücher. Auch das Internet kann die Urlaubsträume ankurbeln - und lenken, damit diese am Ende nicht schöner werden als das Original. Besonders Frauen gehen hier auf Nummer sicher und lassen sich im Voraus inspirieren: 52 Prozent nutzen das Internet als Informationsquelle für ihren Urlaub (im Vergleich dazu die Männer: 45 Prozent).


Unser Tipp: Der Träumer plant die Atmosphäre, seine Reisebegleitung, die Hard Facts. Stressen Sie diesen Typ nicht mit organisatorischen Kleinigkeiten. Ihm reicht es, die Abflugzeit zu kennen - und das perfekte Restaurant in Hotelnähe.


5. Das Nervenbündel: Fieberkurve im Steigflug


Hat die Buchung geklappt? Ist alles eingepackt und der Flieger pünktlich? Dem Nervenbündel macht das Reisefieber besonders zu schaffen. Vor Aufregung bleibt fast der Pass auf dem Schreibtisch liegen - und der Magen rebelliert schon vor der Reise. Eine echte Nervenprobe, die auch Mitreisenden die Urlaubslaune verderben kann. "Reisefieberkandidaten sollten sich frühzeitig eine Liste machen, was noch zu tun ist", sagt Andreas Kohn von IHG. "Diese sorgt für das gute Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben. Schon wird man ruhiger." Mehr als jeder vierte von forsa Befragte (26 Prozent) war vor seinem letzten Urlaub nervös oder aufgeregt. Die Mehrheit (73 Prozent) allerdings bewahrte ruhig Blut - und freute sich auf ihren Urlaub.


Unser Tipp: Gut zureden und ruhig bleiben! Wer dem Nervenbündel gelassen entgegentritt, hat beste Chancen, dass auch dieser Reiseplaner-Typ mit einem Lächeln in die schönste Zeit des Jahres startet.

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