Mach mal Platz im Kopf

Meditation ist eine wunderbare Technik, die Ihr Leben verändern kann. Wie Sie diese Technik einsetzen, liegt ganz allein bei Ihnen. Jetzt, da die Medien sich verstärkt mit Meditation und Achtsamkeit beschäftigen, scheinen Lehrmeister es eilig zu haben, deren Zweck zu definieren.

In Wahrheit definieren Sie diesen Zweck, indem Sie entscheiden, wie Sie Meditation einsetzen. Ich bin mir sicher: Als Sie das Radfahren lernten, zeigte man Ihnen zwar, wie man das Rad benutzt, aber nicht, für welchen Zweck Sie es einsetzen können. Manche benutzen das Rad, um zur Arbeit zu gelangen, andere, um Zeit mit Freunden zu verbringen, und einige wenige Radfahrer haben daraus eine Karriere gemacht. Dabei ist die Fertigkeit, sich im Sattel zu halten, für alle die gleiche. Obwohl also eine andere Person Ihnen das Radfahren beigebracht hat, definieren Sie, was es Ihnen bedeutet, wie Sie es einsetzen, wie es in Ihr Leben passt. Genauso ist es auch mit der Fertigkeit des Meditierens bestellt. Sie kann auf jeden Aspekt des Lebens angewandt werden, und ihren Wert erhält sie nur durch die Bedeutung, die Sie ihr verleihen.


Um das volle Potenzial der Meditation auszuschöpfen, sollte man vielleicht verstehen, wie andere sie einsetzen. Für viele ist sie der Stressabbauer, ein Aspirin für den Geist. Kurz gesagt, eine Möglichkeit, jeden Tag erneut Headspace zu erfahren. Für andere ist sie Grundlage für einen umfassenderen Ansatz der Achtsamkeit, die Möglichkeit, den Tag hindurch jeden Moment präsent zu sein. Für wieder andere ist sie Teil eines Plans der persönlichen Entfaltung, um mehr emotionale Stabilität zu entwickeln, oder sie ist ein Baustein im Kontext eines spirituellen Pfades. Und dann gibt es noch diejenigen, die in der Meditation einen Weg sehen, ihre Beziehungen zu Partnern, Eltern, Kindern, Freunden, Kollegen und Geschäftspartnern zu verbessern.


Meditation und Geist

Es mag unwahrscheinlich klingen, dass Meditation eine solche Bandbreite positiver Wirkungen haben kann. Aber überlegen Sie mal: Alles, was mit dem Geist zu tun hat, wird durch Meditation positiv beeinflusst. Etwa so, als würde man das Profil der PC-Festplatte durch kleine Veränderungen schärfen. Und gibt es irgendetwas, das Sie tun, was nicht den Einsatz Ihres Geistes erfordert? Angesichts der zentralen Rolle, die der Geist in unserem Leben spielt, ist es bemerkenswert, dass diese Meditationsrevolution nicht schon früher stattgefunden hat. Wir denken nicht zweimal darüber nach, wenn es darum geht, unseren Körper fit zu halten (na ja, meistens jedenfalls), aber das Wohlergehen unseres Geistes stellen wir meist zurück. Ob das so ist, weil ihn niemand wirklich sehen kann oder weil wir das Verhältnis zu unserem Geist sowieso für hoffnungslos unbeeinflussbar halten, sei dahingestellt. Tatsache ist, dass wir unsere gesamte Existenz durch unseren Geist erfahren. Er ist dafür verantwortlich, dass wir Glück und Erfüllung in diesem Leben erfahren und dass unsere Beziehungen zu anderen Menschen gelingen. Es ist daher nur vernünftig, sich jeden Tag ein paar Minuten um ihn zu kümmern.


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