Lieblingsmenü für die Haut

Wenn es um Schönheit und Kosmetik geht, hört es sich ganz ähnlich an: Immer neue Produkte versprechen Lösungen für eine „klare Haut in nur 14 Tagen“ oder „sichtbare Glättung von Alterserscheinungen“ und machen Lust zum Zugreifen.

Das Resultat ist nicht selten ein Badezimmer voller Fläschchen und Tübchen - mit nicht gerade billiger – Kosmetik und eine Haut, die gereizt und gestresst darauf reagiert.


Beim Thema Ernährung hat die Trendwende bereits begonnen. Keine Diäten mehr, sondern ein langfristig angepasster Ernährungsstil mit gesunden, hochwertigen Lebensmitteln, kombiniert mit Achtsamkeit für die eigenen Bedürfnisse. Wie das Clean Eating, lädt das Prinzip der Natürlichkeit immer mehr Menschen ein, Naturkosmetik zu entdecken. Statt Fantasiestoffe aus der Erdölchemie, gibt es reine Pflanzenöle, natürliche Wachse, Kräuterextrakte und Pflanzenwirkstoffe.


Einen Cocktail aus Gentechnik, Farb-, Duft- und Konservierungsstoffen wollen wir weder noch über die Ernährung, noch über unsere Haut aufnehmen. Bei Lebensmittel gilt, je kürzer die Zutatenliste, desto besser. Zugegeben – die INCI der „echten“ Naturkosmetik kann auch ganz schön lang sein. Das liegt daran, dass viele Bestandteile noch einzeln aufgeführt werden müssen, auch wenn sie zum Beispiel alle in einem ätherischen Öl vorkommen. Aber Naturkosmetik geht natürlich auch ganz einfach: ein duftendes Pflanzenwasser, reines Mandelöl und pure Sheabutter.


Gerade wie auch in der Ernährung gilt es auch hier, dass empfindliche Haut nicht alle Zutaten verträgt, das für andere Hauttypen eine Bereicherung ist. Manche Kräuterextrakte oder Öle zum Beispiel. Fast alle Naturkosmetikmarken haben eine Extra-Linie für spezielle Hauttypen und können vom Öko-Purismus profitieren.


Gesichtswasser – das Mini-Wellness Ritual

Wer in der Pubertät mit Hautunreinheiten zu tun hatte, erinnert sich an blaue, stark nach Alkohol riechende Flüssigkeiten, die die Haut austrocknen. Wer sich mit diesem Thema in jüngster Zeit wieder beschäftigt hat, findet in den Regalen eine Bandbreite von Produkten, die ein breites Spektrum für alle Hauttypen und vielfältigen Inhalts- und Wirkstoffen bietet. Zwar haben auch die Naturkosmetik Hersteller Gesichtswasser im Programm. Doch was gibt es hier für Unterschiede? Es stellt sich die erste Frage mit oder ohne Alkohol? Der Alkohol wirkt entfettend und ist für fettige Haut geeignet. Trockene und sensible Hauttypen sollten lieber zu alkoholfreien Produkten oder mit einem geringen Alkoholgehalt greifen. Hier empfehlen sich Produkte mit Aloe Vera. Auch naturkosmetische Wirkstoffe wie Hyaluron können drinstecken – der Übergang zu einem Serum ist hier fließend.


Das klassische Gesichtswasser ist eine Basis aus Wasser, Kräuterauszügen, (Alkohol) und weiteren wasserlöslichen Ölen. Das Gesichtswasser bitte nicht mit Toner oder Tonic vergleichen. Er dient eher zur Gerichtsreinigung und die Haut optimal auf die nachfolgenden pflegenden Produkte vorzubereiten.


Kostbare Hydralate

Ein Liebling in der Naturkosmetik sind Pflanzen- oder Blütenwässer (Hydrolate). Hydrolate werden bei der Wasserdampfdestillation gewonnen. In diesem stecken viele wertvolle Inhaltsstoffe, denn die Hydrolate werden nicht mit Wasser verdünnt. So sind alle positiven Eigenschaften in voller Konzentration enthalten. Das Rosenwasser von Primavera ist eines der bekanntesten Produkte unter den Hydrolaten. Jeder Hauttyp profitiert gleichermaßen von diesem Multitalent und mit ihren sortentypischen Düften wird jede Reinigung zu einer kleinen Aromatherapie-Session. Hydrolate werden meist zum Sprühen angeboten und sind auch perfekt als Feuchtigkeits- oder Frische-Kick für zwischendurch. Sie können sogar über Make-up aufgesprüht werden. Haltbar werden die Gesichtswasser mit einem Hauch Alkohol oder Milchsäure.


Wer beim Kosmetik Einkauf auf das Siegel „zertifizierte Naturkosmetik“ achtet, entfernt natürlich bereits eine ganze Menge problematischer Inhaltsstoffe aus den Produkten. Wie bei den BIO Lebensmitteln stehen BIO Inhaltsstoffe bei der pflanzlichen Kosmetik, dass keine synthetischen Dünger und Pestizide zum Einsatz kamen. Wer sein „Lieblingsmenü“ im Naturkosmetik-Regal gefunden hat, wird seine Haut liebevoll versorgen.


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