Kinder auf den Weg in die Zukunft begleiten

Im Leben eines Menschen gibt es viele markante Ereignisse, die einen großen Einfluss auf unseren späteren Werdegang haben. Schon im Kindergarten träumen viele Kinder von nichts anderem als lesen und schreiben zu können. Kaum vorzustellen, wenn man pubertäre Schulmuffel vor sich sieht.

Ich möchte nur das Beste für mein Kind

„Jetzt beginnt der Ernst des Lebens“. Der Tag der Einschulung – für viele Familien ein Statussymbol. Stolz gehen die Kinder mit neuen Schulranzen, prall gefüllten Schultüten zum ersten Mal zur Schule. Begleitet von der Begrüßungszeremonie der Schule, der Familie und den Verwandten und Freunde, über das Mittagessen in der Gaststätte und der Feier zu Hause.


Viele Kinder freuen sich auf diesen Tag, andere sind vielleicht auch etwas ängstlich. Bisher haben sie mit Freude und Begeisterung gelernt, aus sich selbst heraus, leicht und spielerisch. Sie können Fahrrad fahren, schwimmen, basteln, tanzen und vieles mehr. Aber JETZT beginnt der „Ernst des Lebens“. Es ist Schluss mit lustig, es wird ernst. Die Zeit des Spielens, des Lachens und der Unbeschwertheit ist vorbei, denn wir sind jetzt in der Pflicht zu lernen, es gibt kein Entrinnen mehr.


Die Schule beherrscht das Familienleben rund um die Uhr, oft sogar in den Ferien. Viele Eltern erleben die Schulzeit ihrer Kinder als ein „da muss man durch“.


Du sollst es einmal besser haben als ich

Ich behaupte, dass fast alle Eltern das Beste für ihr Kind wollen. Die meisten Mütter und Väter wünschen sich aus meiner Erfahrung, dass aus ihren Kindern „etwas wird“ und sie eine gute Ausbildung bekommen, die es ihnen einmal ermöglichen wird, ein „glückliches“ Leben zu führen. Eltern sind sogar bereit das zweite Mal die Schulbank zu drücken, um ihrem Nachwuchs bestmöglich fördern und unterstützen zu können. Doch oft gehen die Eltern über ihre Grenzen und aber auch die der Kinder. Sind das nicht Sätze, die dir bekannt vorkommen?

  • Mein Kind schafft das nicht ohne meine Hilfe.

  • Gute Noten sind die Voraussetzung für beruflichen Erfolg.

  • Die Lehrerinnen erwarten, dass alle Hausaufgaben richtig sind.

  • Mein Kind soll es einmal besser haben als ich.

  • Ich bin für den Schulerfolg meines Kindes verantwortlich.

Kinder sind Lern-Profis

Dinge bleiben länger im Gehirn verankert, wenn man sie auch lernen will. Lernforscher sind sich einig darüber, dass von dem erlernten Schulstoff, zwei Jahre nach dem Abitur, nur noch wenig übrig ist; im Gegensatz was wir in den ersten drei Jahren motiviert und spielerisch erlernt haben. Denn alles, was wir aus Begeisterung lernen, bleibt im Gehirn verankert.


Ich möchte das Beste für mein Kind

Der „Ernst des Lebens“ ist also eine Interpretation. Es gibt keinen Ernst des Lebens, wenn wir ihn nicht durch unsere Bewertung schaffen und zur Realität werden lassen. Doch führt die Erwartungshaltung der Eltern an die Kinder immer wieder zu Konflikten.


Dein Kind

  • lernt es in deinen Augen zu wenig

  • konzentriert sich nicht genug

  • will seine schulischen Belange allein erledigen. Doch du willst helfen, damit es schneller geht oder damit es keine Fehler macht

  • nimmt deine Tipps nicht an, obwohl es dich um Unterstützung gebeten hat

Wenn dir einige der obigen Gründe bekannt vorkommen, dann frage dich, ob vielleicht die Form deiner Unterstützung ein Grund für die Konflikte sein könnte.


Liegt es an der Art und Weise, wie nach deinen Augen schulische Dinge erledigt werden müssen? Bist du der Meinung:

  • „Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen“. Heißt: Dein Kind darf erst spielen, wenn es alles erledigt hat.

  • Du willst, dass dein Kind die Aufgaben in seinem Zimmer erledigt, doch dein Kind möchte das gerne in deiner Nähe machen (oder umgekehrt).

  • Am Abend werden keine Hausaufgaben mehr gemacht.

Bei unseren Kindern sollte nicht das Gefühl aufkommen des ausgeliefert seins. Die Schulzeit bietet viel zu viel Potenzial zur Weiterentwicklung und sich selbst besser kennenlernen für Eltern und Kinder. Findet heraus, was jeder braucht, damit sich die Beziehung zum Thema Schule wieder entspannen kann. Wenn Schule der Spaß des Lebens sein darf, ist auch Schluss mit dem harten Alltag.

© 2020 by think.smart GmbH | Königsallee 27, 40212 Düsseldorf | agentur@think-sm.art