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Homestory: Neo-Minimalismus - ein neues Lebensgefühl

„Wir gewöhnen uns gerade erst daran, überhaupt wieder Sachen zu haben“, beginnt Jenny die Geschichte zu ihrem Berliner Zuhause zu erzählen. Die beiden Schweden Jenny Bergqvist und David Sjölin sind in ihrem Leben sehr oft umgezogen und haben viele Jahre in London gelebt, bevor sie nach Berlin gezogen sind. Die letzten zweieinhalb Jahre hatten die Minimalismus-, Fashion- und Lifestyleblogger Jenny und David gar keine eigene Wohnung und haben aus zwei großen Koffern gelebt. „Ich freue mich sehr, hier nun eine Homebase zu haben.“

PURE! das digitale Magazin: Neo-Minimalismus

Für Jenny gibt es zwei Arten von Minimalisten: Menschen, die einfach schon immer so waren, und andere, die unzufrieden und unglücklich mit ihrem Leben waren und Minimalismus als Lösung entdeckt haben. Jenny war schon immer so. Sie mag es aufgeräumt und ordentlich. „Ich habe mich noch nie groß für Shopping oder Geld interessiert. Ich mag es, die Dinge so einfach wie möglich zu halten – mich leicht und mobil zu fühlen. Mein Vater ist auch so.“





Für David war der minimalistische Lebensstil anfangs neu und ungewohnt. „Ich hatte zuerst noch „normal“ viele Dinge. Aber dann habe ich durch Jenny die Vorteile des Lebensstils entdeckt. Jetzt möchte ich nicht mehr anders leben. Es ist eine Erleichterung nicht einkaufen zu gehen, nicht das Gefühl haben zu müssen: Oh, hier ist mein Paycheck und jetzt gehe ich shoppen. Oder Frustkäufe zu tätigen, weil man traurig ist.“ Für David ist das auch einer der Gründe, warum sich so viele Menschen zum Minimalismus hingezogen fühlen: um den negativen Kreislauf des Kaufens zu unterbrechen. „Das ist wie mit Junkfood. Du fühlst dich schlecht und isst Schrott. Dann fühlst du dich noch schlechter, weil du Schrott gegessen hast.“, fügt Jenny hinzu.


Es geht beim Minimalismus nicht darum, möglichst wenige Dinge zu besitzen und den Besitz immer weiter zu reduzieren. Jenny fragt sich einfach immer: „Benutze ich das wirklich? Warum behalte ich es? Macht es mich glücklich, oder löst es ein schlechtes Gefühl in mir aus? Wenn ich zu viele Dinge habe und es ich stresst, dass es unruhig und unaufgeräumt ist, dann reduzieren wir wieder ein bisschen, und ich fühle mich wieder gut.“


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Jenny und David nennen ihren Lebensstil „Neo-Minimalismus“. “Viele Leute haben heutzutage alles was sie brauchen, und mehr: einen guten Job, eine schöne Wohnung oder ein Haus, ein Auto und sehr viele Dinge. Sie begeben sich bewusst auf die Reise und probieren Minimalismus aus. Aus dem Überfluss heraus, weniger zu arbeiten, das Leben zu vereinfachen und zu genießen, um einfach glücklicher zu sein. Diese Bewegung ist großartig. Mini-malismus hilft, den Fokus zu finden und zu priorisieren. Wie möchte ich leben? In welcher Stadt, mit welchem Job, mit welchen Hobbys und mit welchen Menschen?“


Für Jenny und David ist Minimalismus selbst kein Ziel. Es ist einfach der Weg für die beiden dahin, sich gut zu fühlen. Zum Abschied erklärt Jenny: „Sollte ich eines Tages aufwachen und ohne Minimalismus glücklich sein, dann ist das auch okay.“

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