Heimisches Superfood im Trend - Rote Bete für mehr Leistung und Ausdauer

Es geschieht nicht oft, dass ein Gemüse einen Wissenschaftler so beeindruckt, dass er einen Twitter-Account nach ihm benennt. Die Rote Bete hat es geschafft: Der Sportprofessor Andrew Jones von der University of Exeter (UK) twittert unter @AndyBeetroot. Der Inhalt des Tweets? Andrew Jones zeigt in seinen Forschungsergebnissen, dass die unscheinbare Knolle, die im Supermarkt voller Erdklumpen bedeckt in der Kiste liegt, nicht zu unterschätzen ist.

Als idealer Vitamin- und Nährstofflieferant ist Rote Bete ein ein wertvolles Powerpaket und gilt nicht ohne Grund als heimisches Superfood. Reich an Ballaststoffen und als Kaliumquelle erfreut sich das Wurzelgemüse, insbesondere bei gesundheitsbewussten Konsumenten immer größer werdenden Beliebtheit. Rote Bete kann die Herzgesundheit fördern, helfen den Blutdruck zu senken Der sehr geringe Fett- und Kaloriengehalt macht das Powerfood darüber hinaus zum idealen Snack für Sportler und Fitness-Begeisterte. Als Teil einer ausgewogenen Ernährung bringen die Knollen nicht nur Farbe auf den Teller, sondern tragen auch zu einem gesunden Lebensstil bei.


Leistungssteigerung für Sportler

Eine Studie der Uni Exeter zeigt, dass Rote Bete Saft die sportliche Leistung und Ausdauer auf verschiedene Distanzen verbessern kann.


Probanden wurde sechs Tage lang einen halben Liter Rote Bete Saft verabreicht. Darauf folgte ein Belastungstest auf dem Fahrradergometer. Der Versuch wurde einige Wochen später mit Johannisbeersaft wiederholt. Im Endergebnis hielten die Teilnehmer mit Rote Bete Saft 11,25 Minuten durch – 92 Sekunden langer als im Placebo-Test und damit eine Leistungssteigerung von ca. 16 Prozent. Das Dopingmittel Epo, zum Vergleich, bringt nur sieben Prozent.


Interessanterweise half das nitratreiche Wurzelgemüse die Muskelkraft zu steigern, wenn in intensiven Zyklen anstelle von Ausdauertraining und Langstreckenlauf trainiert wurde. Aufgrund dieser neuen Erkenntnis wird Rote Bete zunehmend als der perfekte Begleiter während eines HIT-Trainings bezeichnet. Empfehlung: Trinke (schon einen halben Liter reicht!) Rote Bete Saft etwa zweieinhalb bis eineinhalb Stunden vor dem Training.


Ist das enthaltene Nitrat giftig?

Nitrat – war da nicht was? Tatsächlich wurde lange befürchtet, die Stickstoffverbindung könne krebserregende Stoffe (Nitrosamine) entstehen lassen. Doch dafür, dass Nitrate aus Gemüse das Krebsrisiko erhöhen, gibt es keinerlei-wissenschaftliche Belege. Für die Rote Bete gilt: Das enthaltene Nitrat ist für den Power-Effekt mitverantwortlich.


Das (Farb-)wunder Rote Bete

Rote Beete ist nicht nur ein richtiges Farbwunder, dafür ist der natürliche Farbstoff Betanin (wirkt übrigens stimmungsaufhellend) zuständig, sondern auch voll mit wichtigen Inhaltsstoffen.


Darunter die Vitamine A, C, E, B1, B2, B3, B5, B6, B7 und B9 sowie die Mineralien Calcium, Chlorid, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor, Schwefel. An Spurenelementen kommen Eisen, Fluorid, Jodid, Kupfer, Mangan und Zink hinzu. Zusätzlich finden sich in der Roten Beete sekundäre Pflanzenstoffe und selbstverständlich die Makronährstoffe Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett sowie ein hoher Wasseranteil.


Die Rote Bete zubereiten

Optisch gesehen erstrahlt die Rote Rübe erst gesäubert und geschält in vollem Glanz. Aber sie ist unglaublich vielfältig in der Zubereitung: Du kannst sie backen, kochen oder sogar einlegen. Die grünen Blätter geben einen wunderbaren Saft ab und enthalten ebenfalls reichlich Nitrat. Der erdige Geschmack der Knolle harmonisiert gut mit Früchten wie Orange, Apfel und Mango, auch Minze, Limette und Joghurt passen wunderbar.

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