Fünf gute Gründe für eine pflanzliche Ernährung

Aktualisiert: 3. Nov 2019

Pflanzliche Ernährung liegt im Trend. Die Gründe dafür sind vielfältig. Allein in Deutschland sind es bereits über 1 Millionen Menschen und die Zahl steigt stetig.

Katastrophale Zustände in der Massentierhaltung, die sich ständig wiederholenden Lebensmittelskandale, der Klimawandel und das Thema Veganismus in den Medien und durch Prominente tragen dazu bei. Laut einer Studie über Vegetarier der Universität Jena, sei der Hauptgrund für eine pflanzliche Ernährung der moralische Aspekt. Als zweiten Grund geben die Meisten die Gesundheit an.


1. Moral

Der Großteil vegan und vegetarisch lebender Menschen lehnt das Töten der Tiere und die Bedingungen, unter denen die Tiere leben müssen, ab. Die Tiere werden in der Massentierhaltung nicht als soziale Lebewesen betrachtet, die Gefühle und Schmerz empfinden sondern als Ware. Zudem werden die meisten Tiere sehr jung geschlachtet. Veganer lehnen auch Milchprodukte und Eier ab, da die Produktion von beiden in direktem Zusammenhang mit der Fleisch-Industrie steht. In der Ei-Produktion sterben pro Jahr rund 40 Millionen männliche Küken da sie nicht gebraucht werden. In der Milchproduktion werden die Kühe in Dauerschwangerschaften versetzt, damit sie stetig Milch geben können und diese Kühe gehen nach wenigen Jahren schon zum Schlachter. Ihren Jungtieren droht das gleiche Schicksal.


2. Gesundheit

Auch das eigene Wohlergehen ist ein wichtiger Grund für diese Lebensweise. Ein zu hoher Fleischkonsum wird für die meisten Zivilkrankheiten wie Diabetes, Krebs, Übergewicht und Herzinfarkte, sowie zu hohes Cholesterin verantwortlich gemacht. Das wurde durch zahlreiche medizinische Studien belegt. Eine pflanzliche und vollwertige Ernährung dagegen kann den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen. So können Krankheiten, die auf die Ernährung zurückzuführen sind, vermieden werden.


3. Umwelt

Der größte Verursacher schädlicher Treibhausgase weltweit ist die Fleischproduktion. Eine Studie der Lebensmittel und Ernährungsorganisation FAO ergab, dass die Tierhaltung für 15 % der globalen Treibhausgase verantwortlich ist. Zudem wird die Abholzung des Regenwaldes durch die Haltung der Tiere weiter vorangetrieben. Im Amazonas werden 80 % für die Viehhaltung gerodet. Außerdem wird durch die Haltung der Tiere extrem viel Wasser verbraucht. Für ein Kilogramm Rindfleisch werden 15.000 Liter benötigt. Zur selben Zeit haben 800 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.


4. Weltweiter Hunger

Laut der UN leiden in etwa 870 Millionen Menschen an Hunger. Nur etwa 10 % Proteine und Kalorien werden aber durch die tierischen Produkte aufgenommen. Durch Fleischkonsum und den Verzehr anderer tierischer Erzeugnisse wird Futter für die Nutztiere in Monokulturen angebaut. Diese schaden auf lange Sicht dem Boden, so dass der Nährstoffgehalt sinkt und den Boden für lange Zeit unbrauchbar macht.


5. Lecker und vielfältig

Kochen mit pflanzlichen Zutaten wird immer einfacher. Auf dem Markt gibt es unzählige Kochbücher und Kochkurse zum Thema. Zudem bieten Medien eine Varietät an Informationen und Rezepten. Auch die Restaurants, welche vegane Küche anbieten oder bevorzugen werden immer häufiger. Die Gerichte sind vielfältig, vollwertig und reichhaltig. Da ist sicher für Manche die ein oder andere Überraschung vorprogrammiert.


Quelle: Peta, VEBU, provegan, Uni Jena


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