Eigentlich gilt Kokosöl als wahres Beauty-Wundermittel doch eine Professorin warnt jetzt sogar davor

Aktualisiert: 3. Nov 2019

Beauty-Lüge Kokosöl? Harvard-Professorin: "Kokosöl ist reines Gift!"

Kokosöl gilt als natürliches Mittel mit jeder Menge positiver Effekte. Ob bei Hautproblemen, glanzlosem Haar oder als gesundes und wohltuendes Nahrungsmittel: Viele schwören auf das Superfood Kokosnussöl und möchten es in ihrem Alltag nicht mehr missen. Aber ist das vermeintliche Wundermittel vielleicht gar nicht so gesund wie vermutet? Schon im letzten Jahr brachte eine Studie des amerikanischen Instituts den Mythos Kokosöl gehörig zum Wanken, diese These bekommt jetzt noch einmal kräftig Rückenwind. Und zwar von einer Harvard-Professorin, die sogar so weit geht zu behaupten: "Kokosöl ist reines Gift!"


Finger weg von Kokosöl!? Bei allen Liebhabern des gehypten Allrounders, uns inbegriffen, dürfte diese Nachricht erst mal für Entsetzen und Verwirrung sorgen, schließlich hat Kokosnussöl dank seiner vielseitigen Einsetzbarkeit einen festen Platz im heimischen Lebensmittelregal und Beauty-Schränkchen. Oder sollten wir uns doch lieber von unserem heißgeliebten Mittel gegen alles trennen?


Ist Kokosöl ungesund? Die American Heart Association spricht sich gegen den Gebrauch von Kokosöl aus. Aber warum? Kokosöl hat einen sehr hohen Anteil (82 %) an gesättigten Fettsäuren, wie zum Beispiel auch Butter oder Palmöl. Und genau diese gesättigten Fettsäuren sind der Übeltäter. Sie können den Spiegel des sogenannten schlechten LDL-Cholesterins erhöhen, ein Risikofaktor für Diabetes Typ 2 sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

"Da Kokosnussöl LDL-Cholesterin erhöht, eine Ursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, und keine ausgleichenden positiven Effekte bekannt sind, raten wir vom Gebrauch von Kokosöl ab", so der Ratschlag der amerikanischen Non-Profit-Organisation.


Harvard-Professorin warnt vor Kokosöl


Karin Michels, Direktorin des Instituts für Prävention und Tumorepidemiologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Professorin an der Harvard T.H. Chan School of Public Health, geht sogar noch einen Schritt weiter. In einem Video, das gerade viral geht, spricht sich die Dozentin in ihrem Vortrag "Von Kokosöl und anderen Ernährungsirrtümern" ganz deutlich gegen das vermeintliche Allheilmittel Kokosöl aus. Sie warnt regelrecht davor, rät, gesättigte Fettsäuren, wie sie in Kokosöl enthalten sind, dringend zu meiden. Kokosöl sei sehr viel ungesünder – sogar gefährlicher – als Schweineschmalz. "Kokosöl ist reines Gift", erklärt Michels. Und weiter warnt sie: "Kokosöl ist eines der schlimmsten Nahrungsmittel, die Sie zu sich nehmen können." Gefährlich daran seien die gesättigten Fettsäuren, die die Herzkranzgefäße verstopfen würden. 



Alles nur Panikmache?


Neuerdings wird vor dem Konsum von zu viel Kokosöl gewarnt. Aber was ist dran an den Aussagen, Kokosöl sei gar ungesund? Das exotische Öl verspricht so einiges. Es unterstütze die Gewichtsreduktion, wirke antimikrobiell und soll sogar Demenz vorbeugen können. Alles Quatsch? Fakt ist, dass keine wissenschaftlichen Beweise dafür. Ernährungsphysiologen stufen das Öl als nicht hochwertig ein. Das liegt vor allem an den gesättigten Fettsäuren, die als gesundheitlich bedenklich gelten. Kokosöl ist also definitiv KEIN Superfood und sollte nur in Maßen in der Küche verwendet werden.


Schon über 900.000 Mal wurde das Video mittlerweile bei YouTube geklickt – das scheint zum einen am brisanten Thema zu liegen. Andererseits findet Michels auch ziemlich deutliche Worte gängigen Lebensmittel- und Ernährungsmythen gegenüber und spricht sich klar gegen einige aus. Anklang findet die Medizinerin damit sicherlich nicht bei jedem.


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