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Die Küche der Zukunft: Wie Technologien unser Essen verändern

Ein Leben ohne Technik ist heute unvorstellbar. Technische Innovationen haben bereits unsere Esskultur nachhaltig verändert und sind rund um die täglichen Mahlzeiten nicht mehr wegzudenken. Doch sind Technik und Nachhaltigkeit kein Widerspruch in sich oder bringt diese Kombination etwa neue intelligente Ansätze auf den Tisch?

PURE! Das digitale Magazin: Die Küche der Zukunft: Wie Technologien unser Essen verändern

Weltweit flossen in den letzten Jahren über 12 Milliarden Euro in Start-ups neuer Lebens-mitteldienstleister. Jetzt rücken Technologien mit ganzheitlichem Ansatz in den Fokus und verändern somit die Küche der Zukunft hin zu einer verantwortungsvollen Essenskultur.


PURE! Das digitale Magazin: Die Küche der Zukunft: Wie Technologien unser Essen verändern

Fleisch genießen mit gutem Gewissen

Der Fleischkonsum ist zugunsten von Umwelt, Tierliebe und Gesundheit rückläufig. Das breite Sortiment an vegan-vegetarischen Produkten auf pflanzlicher Basis hat sich bereits etabliert. Es gibt aber neue Akteure am Markt, die die Geschmacksnerven einer ganzen Generation beeindrucken. Das Fleisch der Zukunft: Ein Produkt aus Hülsenfrüchten mit Protein auf pflanzlicher Basis, das den typischen Fleischgeschmack nachahmt. Zukünftig können Burger hergestellt werden, die nach Fleisch schmecken und 89 % weniger Treibhausgasse emittieren als herkömmliche Rindfleischburger. Schnellrestaurants wie Burger King oder KFC konnten sogar überzeugt werden, diese vegane Alternative (von www.beyondmeat.com oder Foods for Tomorrow) anzubieten.


Personalisierte Lebensmittel

Zunehmende Lebensmittelunverträglichkeiten erhöhen den Bedarf für Alternativen zum breiten Fast Food Angebot und Massengeschmack. Die Nachfrage an personalisierten Angeboten steigt. Für individuell angepasste Diäten hat zum Beispiel HABIT eine neue hilfreiche Technologie entwickelt, die anhand persönlicher Angaben sowie Blutwerten maßgeschneiderte Ernährungspläne und zudem Rezepte zusammenstellt.


Food-Waste: Die Reste-Helden

Leider landen weltweit mehr als ein Drittel der produzierten Lebensmittel im Müll. Dem wollen Apps wie "ResQ Club" (für Berlin und Duisburg) oder "To-Good-To-Go" entgegenwirken. Per Smartphone können dabei übriggebliebene Lebensmittel von Supermärkten oder Restaurants zu vergünstigten Preisen ermittelt und direkt gekauft werden. Dieses wunderbare, aber eben unverkaufte Essen kann in deiner (Essens)-Wundertüte landen. Die Apps kannst du kostenfrei downloaden. Probiere es einfach mal aus, denn das Angebot der "Reste" ist noch sehr reichhaltig und abwechslungsreich.


Der intelligente Kühlschrank

Intuitive Dunstabzugshauben, die ihre Saugleistung automatisch steuern, Kochsensoren verhindern, dass das Nudelwasser überkocht. Vernetzte Technologien mit intuitiver Be-dienung sollen uns das Kochen in Zukunft erleichtern. Der Kühlschrank der Zukunft kann man sogar von unterwegs über das Smartphone und Touchscreen bedienen. Außerdem lassen sich Notizen und Einkaufslisten erstellen. Die Listen lassen sich bequem verbal erweitern. Doch die Konnektivität geht noch einen Schritt weiter: Backöfen lassen sich per Spracherkennung über Alexa oder Google Assistant öffnen und der lernende Backofen merkt sich dabei mit Unterstützung einer Smartphone-App die bevorzugten Bratzeiten oder besonderen Kuchenbackvorlieben.


Die Roboterküche

Das i-Tüpfelchen ist mit Sicherheit die Innovation von Moley Robotics. Moley könnte derjenige sein, der zukünftig überlegt, was man kochen könnte, Zutaten ordert und sich dann auch eigenständig an den Herd stellt. Sieht so die vollautomatische Küche der Zukunft aus? Die Roboterküche, ausgestattet mit zwei Roboterhänden, imitieren die Bewegungen von Köchen und bereiten so die Speisen zu. Zudem ist das System mit über 2000 Rezepten verknüpft und soll auch die Zutaten auf Bestellung liefern.


Der Kleingarten für die Küche

Urban Gardening liegt voll im Trend! Mit dem hydroponischen Kräuterzuchtgerät "SmartGrow" von BOSCH kannst du dir dein Kräuterbeet direkt in die Küche holen. Ohne Erde wachsen und gedeihen zahlreiche Kräuter, Zwergtomaten sowie essbare Blumen. Ein automatisches Bewässerungs- und Lichtsystem gewährleistet dabei die ideale Versorgung der Pflanzen bis zu zwei Wochen.





Es liegt natürlich im eigenen Ermessen, ob wir die ein oder andere Technologie als persönlich sinnvoll erachten. Doch mit bedacht eingesetzt, können sie uns bestimmt dabei unterstützen, unsere Zukunft nachhaltig bewusst mit allen (Geschmacks-)Sinnen genießen zu können.

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