Die heilsame Wirkung der Kurkuma

Die Kurkuma, eine unscheinbare Wurzel, die auf den ersten Blick nichts von ihren unzähligen positiven Eigenschaften verrät, und die erst beim Aufschneiden ihr leuchtend gelborangefarbenes Geheimnis offenbart.

Ein indisches Curry wäre nicht so strahlend gelb, meine Finger nicht so unglaublich auffällig verfärbt und die ayurvedische Medizin wäre nicht so heilsam ohne die Inhaltsstoffe dieser geheimnisvollen Wunderknolle. Fast jeder kennt die Knolle oder das sattgelbe Pulver und hat die Kurkuma als Gewürz in seinem Küchenschrank stehen. Doch kaum einer weiß um die vielen heilenden Wirkstoffe des indischen Safrans, wie Kurkuma auch genannt wird.


Kurkuma – Indischer Safran

Kurkuma ist ein Gewürz mit tausendundeins Namen – Kurkume, Gelber Ingwer, Safranwurz, Gelbwurz, Gilbwurz oder auch Curcuma – sind nur einige Bezeichnungen, unter denen man die ayurvedische Heilpflanze kennt. Botanisch gesehen gehört Kurkuma zur Familie der Ingwergewächse. Die Knolle stammt aus Südasien und wird in vielen Teilen der Tropen kultiviert. Alte Schriften zur Ayurveda-Küche und zur chinesischen Medizin belegen schon seit mehr als 3000 Jahren die erstaunliche Kraft der Kurkuma. Nicht umsonst gilt die leuchtend orangefarbene Knolle mit über 90 aktiven Inhaltsstoffen als heilender Allrounder unter den Gewürzen. Besonders wichtig sind die sogenannten Curcuminoide und davon besonders der Wirkstoff Curcumin.


Die Heilwurzel Kurkuma

Curcumin, der wichtigste gelbe Farb- und Wirkstoff der Kurkuma, soll entzündungs- und krebshemmend wirken sowie schmerzstillend sein. Wenn du an den Festtagen mal wieder übertrieben und in Saus und Braus gelebt hast, dann solltest du unbedingt auf Kurkuma- paste in Form von goldener Milch oder goldenem Honig (siehe S. 9) zurückgreifen, denn besonders bei der Verdauung von Fetten kann die kleine Knolle Wunder wirken. Curcumin bewirkt, dass Gallensäure ausgeschüttet wird und das vom Körper aufgenommene Fett leichter bindet.


Unangenehme Blähungen und störendes Völlegefühl können so gelindert werden. Freie Radikale stehen am Anfang von vielen Krankheiten, weil sie Körperzellen gezielt angreifen und schädigen. Hier helfen Antioxidantien, also Radikalfänger, wie sie natürlicherweise in Kohl, Brokkoli, Heidel- und Himbeeren, Tomaten, Kurkuma und Hülsenfrüchten vorkommen. Als Antioxidans stärkt das Curcumin der Kurkuma das Immunsystem, es hilft den Blutzuckerspiegelzu senken und wird sogar bei der Behandlung gegen Krebs eingesetzt. Studien zeigen, dass der Radikalfänger Curcumin die Entstehung von Krebszellen hemmen und das Immunsystem stärken kann.


Laut einer anderen Studie soll der Wirkstoff Curcumin sogar die Gehirntätigkeit erhöhen. Danach kann der regelmäßige Verzehr von Kurkuma (Curcumin) das Risiko von Gehirnerkrankungen vermindern und die Bildung eines Hormons fördern, das präventiv gegen Alzheimer und Depressionen eingesetzt wird.


Wurzel oder Pulver?

Kurkuma gibt es als frische Wurzel und als Pulver zu kaufen. Die Knolle enthält noch alle ätherischen Öle und färbt die Hände beim Verarbeiten so wunderbar gelborange. Wer möchte, benutzt beim Verarbeiten am besten Einmalhandschuhe. Die Hände lassen sich aber auch mit Wasser und Seife schnell wieder säubern. Frische Kurkuma gibt es mittlerweile in fastallen gut sortierten Supermärkten sowie in zahlreichen Asialäden zu kaufen. Beim Kauf solltest du unbedingt auf eine gute Bio-Qualität achten, denn dann kann die Schale dranbleiben und muss nicht mühevoll geschält werden. Kurkuma ist auch als Pulver weitverbreitet und steht fast in jeder Küche im Gewürzregal. Beim Prozess der Trocknung gehen jedoch einige Wirkstoffe verloren, die wichtigsten Inhaltsstoffe bleiben erhalten und können ihre Wirkung im Körper entfalten.


Volle Kraft voraus, aber richtig

Curcumin, der gelbe Farbstoff der kleinen Wunderknolle, ist nicht wasserlöslich und kann deshalb schwer von unserem Körper aufgenommen werden. Die folgenden vier Tipps sollen dabei helfen, die Resorption der Inhaltsstoffe, also deren Aufnahme in unserem Körper zu verbessern.


1. Best friends forever! Der beste Freund von Kurkuma ist schwarzer Pfeffer. Piperin ist der Hauptbestandteil von Pfeffer, der ihn so scharf macht und dafür sorgt, dass Curcumin bis zu 20-mal besser von unserem Körper aufgenommen werden kann. Dabei sind keine großen Mengen nötig, bereits eine Prise Pfeffer reicht völlig aus. Eine Alternative ist Ingwer, er wirkt ähnlich und verbessert ebenfalls die Curcumin-Aufnahme.


2. Einölen bitte! Bei der Verwendung von Kurkumapulver sollte nicht an Fett gespart werden. In Kombination mit Fett verbessert es die Verfügbarkeit des Wirkstoffs Curcumin. Bei der Verarbeitung von frischen Kurkumawurzeln ist es nicht nötig, da die in der Wurzel enthaltenen ätherischen Öle vollständig erhalten bleiben.


3. Heat it up! In Indien werden Gewürze seit jeher in Öl angebraten, dies steigert nicht nur den Geschmack, sondern löst auch die ätherischen Öle und sorgt dafür, dass wichtige und gesunde Inhaltsstoffe besser für den Körper verfügbar sind. Beim Anbraten möglichst immer nur hitzebeständige Öle, wie beispielsweise Kokosöl, Sonnenblumen- oder Rapsöl verwenden.


4. Kleine Mengen über den Tag verteilen! Curcumin wird von unserem Körper sehr schnell wieder abgebaut, deshalb solltest du dir die Superknolle mehrmals am Tag gönnen.




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