Die Bio-Jeans – Denim ohne Gift und Ausbeutung


Die Jeans ist in keinem Kleiderschrank mehr wegzudenken. Ob hell oder dunkel, schick oder im used look, Boyfriend oder Skinny, auf Hüfte oder Taille, Jeans gibt es in allen Varianten, die man sich nur wünschen kann. Ob eine Jeans passt, können wir gleich ausprobieren. Was wir nicht auf den ersten Blick erkennen können sind die Bedingungen, unter denen die Hose

produziert. Von dort aus gelangen sie in die ganze Welt. Auf die Umwelt achtet hier niemand, ungefiltert fließen die Chemikalien, die bei der Herstellung von Denim freigesetzt werden, ins Abwasser und zerstören die Umwelt. Auch die Arbeitskräfte leiden unter den üblen Bedingungen in den Fabriken.

Mindestens 8000 Liter Wasser für eine Jeans Die oben genannten Fakten müssten schon abschreckend genug sein. Es kommt aber noch dazu, dass für die Herstellung einer einzelnen Jeans bis zu 10.000 Liter Wasser verbraucht werden. Unvorstellbar, oder? Die Baumwolle wird sehr oft in trockenen Ländern angebaut. Deswegen werden für den Anbau ganze Flüsse umgeleitet. Nach der Baumwollherstellung geht es dann weiter zur Verarbeitung in die Fabrik: Die Jeans wird unter Einsatz von viel Chemie verarbeitet, gefärbt und erhält ihre Waschung. Letzteres ist besonders toxisch und muss mit viel Wasser ausgewaschen werden. Das kann zu einem Wasserverbrauch von über 13.000 Litern Wasser je nach Waschung und Verarbeitung ansteigen. Millionen von Wasser gelangen ungereinigt als Abwasser in die Flüsse.

Eine Gefahr für unsere Gesundheit

Damit Baumwollpflanzen unter den erschwerten Bedingungen gedeihen können, werden zusätzlich Mengen von Düngemitteln verwendet. Zusätzliche Pestizide, sorgen für ein gutes Wachstum der Baumwollpflanzen. Zudem sind Genmanipulation und der bodenschädigende Anbau in Monokulturen gängige Praxis.

Nicht nur die Menschen, die in der Herstellung arbeiten sind gefährdet, sondern auch wir als Käufer setzen uns einem Gesundheitsrisiko aus. Erst 2016 wurde in Kinder-Jeans der Farbbestandteil Anilin nachgewiesen, der unter Krebsverdacht steht. Reste der verwendeten Chemikalien können sogar über die Haut in den Körper gelangen und zu Allergien führen.


Einige Brands geben bereits Einblick in ihre Produktion. Bei den konventionellen Jeans findet man bei den wenigsten faire und umweltfreundliche Produktionsbedingungen. Es gibt bessere und nachhaltigere Alternativen, die ohne viel Geld auszugeben und oder mit wenig Mehraufwand möglich sind: Schau dich in einem Second Hand Laden um oder tausche dein Lieblingsstück mit deiner Freundin. Bei einem regnerischen Herbsttag bei Kaffee und Kuchen macht eine Kleiderparty mit den Freundinnen besonders Spaß. Zerschlissene Jeans können wunderbar zu kurzen Shorts umfunktioniert werden. Oder näht euch tolle Taschen aus der alten Jeans. Im Internet gibt es super Ideen.



Die perfekte BIO-Jeans

Hersteller wie zum Beispiel Fairjeans, Armedangels, Mud Jeans oder Wunderwerk machen es besser. Sie zeigen, dass eine faire und umweltfreundlichere Produktion möglich ist und können dabei was Aussehen und Qualität betrifft locker mit den bekannten Marken mithalten – was den Preis angeht, sind sie in vielen Fällen sogar günstiger. Benötigst du eine Hose nach Maß, dann könnte das Schweizer Label Selfnation spannend für dich sein. Hier kannst du deine eigene massgeschneiderte Hose bestellen. Und das innerhalb weniger Minuten.

Wie du siehst, der Weg zur perfekten BIO-Jeans kann so einfach sein!

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