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Der Autopilot: Wenn Automatismus das Ruder übernimmt!

Aktualisiert: 28. Okt 2019

Bist du bereit, heute damit zu beginnen, dein Leben zu ändern? Also von nun an immer wieder für ein paar Momente, Minuten oder noch länger, innezuhalten? Bist du bereit, aus dem Hamsterrad des ewigen Tuns und des unreflektierten Denkens auszusteigen? Ja?! Herzlichen Glückwunsch, denn dann wirst du dich schon bald wieder als richtig lebendig erfahren!


Dieses Gefühl der Lebendigkeit wird dich wiederum mit tiefer Ruhe, deiner Quelle der Freude und mit innerer Zufriedenheit in Kontakt bringen. Ressourcen, die du vor lauter Ruhelosigkeit vielleicht aus den Augen verloren hattest oder von denen du gar nicht geahnt hast, dass sie in dir schlummern.

Darf ich vorstellen: Der Autopilot Diesem Wunder, das Leben immer wieder durch bewusstes Innehalten von Moment zu Moment neu zu erfahren, steht nicht viel im Weg, aber ein unangenehmer Zeitgenosse macht sich ziemlich breit: der Autopilot. Er jagt dich wie ferngesteuert durchs Leben, flankiert von alten, oft schädlichen Gewohnheiten und Verhaltensmustern. Unter seinem Einfluss verbringst du einen Teil deines Lebens sozusagen in kompletter Abwesenheit. Diesen Autopiloten haben wir nicht nur bei Routinehandlungen wie dem täglichen Zähneputzen, Frühstücken, Arbeiten oder Fernsehen ein geschaltet. Er ist auch auf tieferen Ebenen, bei inneren Vorgängen, aktiv. Die meisten unserer Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen, die sich gegenseitig bedingen und zum Teil dafür sorgen, dass wir nicht zur Ruhe kommen, laufen automatisch ab. Unsere Denk- und Handlungsmuster unterliegen festgefahrenen Automatismen, die reflexartig Reaktionen auslösen oder in die wir ungewollt immer wieder zurückfallen, und das meist schon seit unserer Kindheit.

Bekanntschaft mit dem Wenn-Dann-Geist Ein weiteres interessantes Phänomen, das dich wirksam davon abhält, Bewusstheit zu entwickeln und immer mehr bei dir selbst anzukommen, ist der „Wenn-Dann-Geist“. Er hält dich gekonnt davon ab, jetzt gleich mit der Praxis der Achtsamkeit anzufangen. Er verspricht dir immer wieder, dass du spätestens heute Abend, am kommenden Wochenende, in den nächsten Ferien oder mit Eintritt in die Rente so richtig loslegen wirst mit einem Leben in Ruhe, Gelassenheit und Achtsamkeit.

Mit etwas Übung wirst du deine inneren negativen Stimmungen nach und nach besser erkennen und dich nicht mehr von ihnen beherrschen lassen. Wenn du in Zukunft wahrnimmst, dass du wieder einmal mit einem Ja geantwortet hast, obwohl du Nein gemeint hast, oder du etwas sein lässt, das du dir zur Entspannung vorgenommen hast, hast du bereits den ersten Schritt in Richtung Entspannung und Selbstfürsorge getan. Bei ständiger Belastung ohne Gegenmaßnahmen ist es kein Wunder, dass sich deine Nerven mit jedem Jahr mehr anfühlen wie überspannte Gummibändern, so dünn, als würden sie bei der nächsten größeren Anspannung reißen. Jedes nicht geäußerte, aber gefühlte „Nein!“ führt dazu, dass du dich mit Verpflichtungen und Arbeit überlädst, bis dir der Kopf raucht. Angesichts endlos langer To-do-Listen weißt du am Ende nicht mehr, was du zuerst machen sollst, oder?

Sag jetzt einfach Stopp und halte inne! Mach es einfach...

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