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Berühren erlaubt - wie uns Hunde gesund und glücklich machen!

Tiere tun unglaublich gut. Das ist längst auch wissenschaftlich erwiesen – im Kontakt mit Tieren sinkt der Blutdruck, das Immunsystem wird gestärkt und die Psyche aufgehellt, Stress reduziert. Tiere schenken Lebensfreude; und nicht selten locken sie aus der sozialen Isolation. Jeder Mensch hat ein tiefes inneres Bedürfnis nach Körperkontakt. Je nach Kultur kann dem auch in der Öffentlichkeit mehr oder minder intensiv nachgegeben werden. Während es Befremden hervorrufen würde, wenn erwachsene Menschen sich ohne Anlass knuddelten und herzten und auf den Rücken klopften, dürfen wir das bei Hunden tun, ohne scheel angeblickt zu werden. Auch Männer! Für sie ist es manchmal schwerer, ihr Kuschel-bedürfnis zu stillen, zumindest in der Öffentlichkeit.

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Ganz abgesehen von "me too" und dem Verdacht, homosexuell zu sein, den viele Männer unbedingt vermeiden möchten, weshalb sie ihren Kumpel nicht freundschaftlich umarmen, auch wenn ihnen danach ist. Außerdem sind sie natürlich cool. Doch der härteste Kerl

darf ganz weich sein und verliert kein bisschen Männlichkeit, wenn er seinen Hund knuddelt.


Ja, das kommt bei Frauen sogar besonders gut an, denn zeigt er damit nicht, dass Mitgefühl, Fürsorge und Zärtlichkeit in ihm stecken? Liebe und Zuwendung, Körperkontakt – sie

sind ein Lebenselixier für die Seele, und wo es an Möglichkeiten unter den Zweibeinern mangelt, halten die Vierbeiner oft nur allzu gern ihr Fell hin und lassen sich die Seidenohren kraulen, den Bauch tätscheln, auf den Pelz klopfen. Manche Hunde können gar nicht genug Schmuseeinheiten abstauben, andere suchen nach einer Weile das Weite, und wieder andere wollen nicht besonders gern angefasst werden. Das müssen wir als verantwortungs-volle Hundeführer(innen) natürlich beachten.


In einem Seniorenheim werden die Bewohner zwar ständig berührt, doch überwiegend zu einem pflegerischen Zweck. Sie werden gewaschen, gebettet, eingecremt, frisiert – aber das sind Dienstleistungen, und sie stillen den Hunger nach echter Zuwendung und Berührung

von Mensch zu Mensch nicht. Es ist schwierig, als alleinstehender alter Mensch satt an Körperkontakt zu werden. Mit Hunden ist das spielend einfach. Und die freuen sich auch noch. Endlich sind die Senioren mal die aktiven, nicht immer die passiven, an denen etwas

gemacht wird. Sie streicheln – und der Hund genießt.

Da seufzt so manche Seele vor Behagen – und das sieht man am verzückten Gesichts-ausdruck. Und nebenbei ist das Kuscheln auch noch gesund. Es ist gerade so als würde der Körper geflutet mit Glückshormonen. Wenn die Therapiehunde einmal wöchentlich die Runde aufmischen, ist Leben in der Bude. Da wird gelacht und gekichert, und es ist laut wie in einer Schulklasse. So erleben die Menschen in kurzer Zeit, dass sie gebraucht werden, sich um andere kümmern können, sie erfahren Wertschätzung und genießen den Körperkontakt.

Kein Wunder, dass da manche Wangen sogar glühen.


Vor allem Menschen, die sich anders verhalten als der Durchschnitt, vielleicht wegen eines Buckels, die anders aussehen, vielleicht wegen einer großen Warze oder eines Blutschwamms im Gesicht, erleichtert es sehr, dass sich Tiere daran nicht stören. Einem Hund ist es egal, ob ein Mensch einen riesengroßen Leberfleck auf der Backe hat oder sechs Finger oder nach einem Schlaganfall gerade erst wieder sprechen lernt. Er sucht nicht das Weite, sondern lässt sich gern streicheln – und damit vermittelt er Wertschätzung.


Darüber hinaus senden Hunde keine unbewussten Signale aus, wie wir Menschen es tun. Wenn Pflegepersonal überfordert ist, wird es das vor den Patienten vielleicht nicht verbal äußern, dennoch können die Patienten das spüren und darauf reagieren, was zu massiven Problemen führen kann. Wenn ein Patient das Gefühl hat, dass das Pflegepersonal ihn abfertigt wie ein Packstück, wird er trotzig, das Duschen wird zum Kampf, das Personal ist noch gestresster, was den Patienten noch sperriger macht – und dabei das Gegenteil des Verhaltens weiterkommuniziert und ei dabdoch freundlich spricht. So etwas kommt bei Tieren in der Regel nicht vor. Sie zeigen, was sie fühlen!

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