Ausreden, Die Dich vom Aufbrechen abhalten (und überzeugende Gegenargumente)

Ich habe kein Geld zum Reisen.

Eine Reise ist nicht zwingend mit großen Kosten verbunden. Hast du kein Startkapital, möchtest aber trotzdem die Welt erkunden, kannst du das Reisen zum Beispiel mit dem Arbeiten verbinden. Wwoofing (World Wide Opportunities on Organic Farms) oder Work & Travel bieten dazu jede Menge Möglichkeiten, bei denen du unterwegs entweder Geld verdienen oder zumindest gegen Kost und Logis arbeiten kannst.

Bevor du eine längere Reise planst, lohnt es sich außerdem deine Ausgaben zu Hause zu minimieren und Prioritäten anders zu verteilen. Du kannst zum Beispiel dein Kaufverhalten ändern, deinen Konsum einschränken, öfters mal selber kochen anstatt auswärts zu essen oder aussortierte Gegenstände, die schon seit Ewigkeiten im Keller stehen, weiterverkaufen. So kannst du jede Menge Kosten einsparen und dir in kürzester Zeit ein Reisebudget aufbauen.


Ich kann doch nicht einfach alles hinwerfen.

Wer sagt denn, dass du zum Reisen gleich alles hinwerfen musst? Und was ist schon mit ALLES gemeint? Du musst dein Leben nicht komplett über den Haufen werfen, um reisen zu können. Oft reichen schon ein paar kleine Veränderungen aus, mit denen du dir ganz neue Möglichkeiten in dein Leben holen kannst.


Ich kann meinen sicheren Job nicht kündigen.

Seine Träume zu verwirklichen und aufzubrechen bedeutet nicht, sich gegen eine Karriere zu entscheiden. Viele Arbeitgeber bieten die Möglichkeit, eine Auszeit in Form eines Sabbaticals oder von unbezahltem Urlaub an. So kannst du nach der Reise zu deiner Stelle zurückkehren.


Ich kann mir keine Lücke im Lebenslauf erlauben. Eine Lücke im Lebenslauf wird heutzutage nicht mehr als negativ angesehen. Im Gegenteil, ein Auslandsaufenthalt zeugt von Offenheit, Organisation, Flexibilität und interkultureller Kompetenz, einem wichtigen Einstellungskriterium für viele Personalchefs.


Ich finde niemanden, der mit mir reisen möchte.

Aus eigener Erfahrung kann ich sehr gut verstehen, dass dir das Alleinreisen Angst macht. Dass du niemanden findest, der sich deinen Reiseplänen anschließt, kann jedoch das Beste sein, was dir passieren kann.


Ich habe Angst.

Angst ist eine normale Sache, für die du dich nicht schämen musst. Jeder, der behauptet, er hätte keinerlei Angst oder Zweifel gehabt, bevor er das erste Mal alleine in die Welt aufgebrochen ist, sagt nicht die ganze Wahrheit. Den ersten Schritt zu wagen erfordert Mut, aber du wirst schnell sehen, wie gut es sich anfühlt. Und wenn doch alles scheiße läuft? Dann komm einfach zurück nach Hause. Was soll schon passieren? Abbrechen geht immer.


Ich warte auf den richtigen Zeitpunkt. Vertrödele dein Leben nicht mit Warten. Den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht, genauso wie es keine Garantie für Glück gibt. Du wirst immer Ausreden dafür finden, dass die Zeit gerade unpassend ist. Der richtige Zeitpunkt ist jetzt!


Ich darf mir gar nicht erlauben, unzufrieden zu sein.

Wer realisiert, dass er unzufrieden ist, sei es im Job, in der Beziehung oder im Alltag, denkt vielleicht über eine Auszeit in Form einer längeren Reise nach. In dieser Phase kommen meis- tens Gewissensbisse auf und du wirst dich vielleicht sogar fragen, was du dir eigentlich erlaubst. Andere Menschen haben viel ernstere Probleme, erkranken an Krebs, haben zu wenig Geld zum Leben und du sorgst dich um eine Reise? Solche Gedanken sind völlig normal. Mir ging es ganz genauso. Sie zeigen dir, wie wichtig es ist, Träume zu leben, bevor dich diese »ernsteren Probleme« selbst einholen.


Die Ungewissheit über das Danach macht mir Sorge.

Du fragst dich, was nach der Reise passiert? Wo wirst du arbeiten? Wo wirst du wohnen? Wie findest du wieder Anschluss? Diese Sorgen kannst du getrost beiseiteschieben und ihnen vor deiner Reise keine Beachtung schenken. Es ist gut, einen Plan B zu haben, aber glaub mir, du wirst dich während einer längeren Reise sehr verändern. Vielleicht willst du dein »altes« Leben gar nicht mehr genau so zurück, wie du es verlassen hast. Du wirst mit ganz neuen Ideen und Plänen nach Hause kommen. Vielleicht willst du danach in einem anderen Land wohnen, einen neuen Berufsweg einschlagen oder hast unterwegs jemanden kennengelernt? Alles ist möglich. Während oder nach der Reise kannst du dir immer noch Gedanken um all das machen, was danach kommt.

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