Achtsam mit Kindern die Natur erleben

Aktualisiert: 1. Nov 2019

Bisher hat uns der Herbst einige wunderbar sonnige Tage beschert, die Lust auf noch mehr Natur machen. Hier haben wir Ideen für dich gesammelt, wie du und deine Kinder diese bunte Zeit des Jahres nutzen kannst, um draußen auf Erkundungstour zu gehen und gemeinsam einen Gang runterzuschalten.

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5 Mal ein wenig Achtsamkeit in der Natur


1. Dem Wind lauschen

Während ich diese Zeilen tippe, sitze ich neben dem offenen Fenster. Die Herbstsonne wirft ihre wärmenden Strahlen auf die Couch, und ich höre den Wind. Manchmal ist ein Windstoß so stark, dass die Zimmerpflanzen sich hin und her wiegen.


Gerade im Herbst können wir den Wind und seine Stärke ganz wunderbar beobachten. Etwa, wenn er durch die Bäume pfeift und die bunten Blätter rascheln, oder auch, wenn er das Laub am Boden in die Luft wirbelt. Werden wir einmal ganz still: Können wir den Wind hören? Konzentrieren wir uns mit unseren Kindern einmal auf unseren Gehörsinn und lauschen wir dem, was wir plötzlich alles hören können, wenn wir die Augen schließen. Eine Einladung zum etwas anderen Erkunden und Erforschen.


2. Buntes Jahreszeitentischlein

In manchen Familien wird ein kleines Tischlein zu jeder Jahreszeit anders dekoriert. Eine wunderbare Idee! Es ändert sich, zugegeben, in den meisten Fällen nur die Deko am Esstisch. Aber auch hier sind es Naturmaterialien, auf die ihr zurückgreifen könnt zurückgreifen könnt. Begebt euch, besonders im Herbst, auf ausgedehnte Spaziergänge, bei denen ihr ein kleines Säckchen immer mit dabei habt, um „Naturschätze“ mitzunehmen, die ihr findet. Bunte Blätter, Mose, kleine Äste, leere Schneckenhäuser. Sammelt diese Schätze daheim auf einem kleinen Tablett und seht sie euch daheim mit einer Lupe nochmals an. So einiges kann man da entdecken. Genießt es, die Naturmaterialien gemeinsam ganz genau zu begutachten. Eine wundervolle Idee, um den Alltag zu entschleunigen.


3. Mit Wettersteinen das Wetter verstehen

Nicht nur der April macht, was er will: Auch im Herbst erleben wir immer anderes Wetter. Was für eine wunderbare Gelegenheit, mit Kindern mal ganz bewusst aufs Wetter zu blicken. Selbstgebastelte Wettersteine laden ein, das Wetter achtsam zu erforschen und zu verstehen. Am Ende des Artikels findest du eine Anleitung.


4. Die Sinne wecken

Eine kleine Achtsamkeitsübung, der man sich gerne „so nebenbei“ widmen kann. Sie hilft dabei, mit allen Sinnen im Jetzt anzukommen. Für den Fall, dass du sie noch nicht kennst. Diese kleine Übung ist sowohl für Erwachsene, als ab und an auch für Kinder wie so eine „Stopp“-Taste. Sie hilft uns dabei, einfach mal stehenzubleiben, innezuhalten und mit allen Sinnen hier zu sein.


Übung: Benenne…

5 Dinge, die du siehst.

4 Dinge, die du hörst.

3 Dinge, die du fühlst.

2 Dinge, die du riechst.

1 Ding, das du schmeckst.


5. Herbstliche Schatzsuche

Bevor ihr euch auf den Weg macht, sitzt beisammen bei Tisch und besprecht, was den Herbst eigentlich ausmacht: Was passiert da in der Natur? Was lassen die Bäume alles fallen und kann entsprechend von euch gefunden werden, wenn ihr gleich auf Schatzsuche geht? Zeichnet gemeinsam jene Dinge, die ihr zu finden glaubt: Kastanien, bunte Blätter verschiedener Bäume, Nüsse. Wenn ihr wollt, erweitert die Liste: Was meinst du, was werden die Menschen draußen tragen? Einen Schal, eine Mütze oder Jacke? Festes Schuhwerk?

All die Dinge, die euch einfallen, kommen ebenso auf eure Schatzkarte.


Wettersteine basteln: simples, wunderschönes DIY


So wird’s gemacht:

Ihr braucht Acrylfarben, Pinsel und kleine, flache Steine. Gut geeignet sind Fluss-Steine...Habt ihr keine daheim und draußen zu suchen ist nicht möglich, könnt ihr sie auch online kaufen.


1. Die Steine waschen, ggf. reinigen und gut trocknen lassen.

2. Habt ihr euch für ein Motiv entschieden, sollte dessen ungefähre Form weiß grundiert werden. Das ist kein Muss, aber wenn ihr auf dem weißen Untergrund farbig malt, wirken die Acrylfarben besser.

3. Malen, malen, malen…

4. Mit Acryl-Lack glänzend oder matt versiegeln.


Wichtig ist, die Steine nach jedem Schritt trocknen zu lassen, bevor es weitergeht. Acrylfarbe trocknet zum Glück schnell, beim Lack müsst ihr eventuell etwas mehr Zeit einplanen.

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